Die Spanische Grippe 1918. Ein weltweites Sterben in drei Wellen. Foto: courtesy of the National Museum of Health and Medicine, Armed Forces Institute of Pathology, Washington, D.C., United States

Zeitreise: Am Vorabend der Novemberrevolution 1918

Artikelserie "Vor 100 Jahren" - Teil 7 von 7

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 60, seit 19. Oktober im HandelDer 19. Oktober 1918. In drei Wochen ist der Krieg vorbei. Im Osten ist er seit dem 3. März 1918 vorüber. Der Friede von Brest-Litwosk beendete die Kampfhandlungen zwischen Russland und dem Deutschen Reich. Für die Leipziger bleibt es ein seltsam ferner Krieg, denn im Gegensatz zum Zweiten Weltkrieg ist Deutschland nie selbst Schauplatz, auch in Prag, was damals noch zu Österreich/Ungarn gehört, wird nicht gekämpft. Es verwundert daher nicht, dass sich das Leipziger Gewandhausorchester auf den Weg in die heutige tschechische Hauptstadt gemacht hat, um bei den Verbündeten einen Beweis seines Könnens zu liefern.

Hauptbahnhof Leipzig Querbahnsteig im Jahr 1916. Foto: Atelier Hermann Walter , Bernhard Müller, Gemeinfrei

Zeitreise 1918: Krieg als Normalzustand und eine Schulreform

Artikelserie "Vor 100 Jahren" - Teil 6 von 7

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 59Nur noch wenige Tage bis zum 11. November 1918 wird das Schlachthaus Europa geöffnet haben. Ein Tag, den später viele Deutsche nicht als den Tag der Niederlage im Ersten Weltkrieg verstehen wollen. Doch bereits Mitte September 1918 ist die Initiative komplett in den Händen der Alliierten. Die deutsche Öffentlichkeit scheint es akzeptiert zu haben oder gewöhnt sich zumindest daran, dass wie am 14. September 1918 nicht über Pläne der Mittelmächte, sondern über die der Entente geschrieben wird.

Oh alter Männer Herrlichkeit: Paul von Hindenburg, Wilhelm II. und Erich Ludendorff sowie weitere Mitglieder der OHL noch während der Frühjahrsoffensive 1918 auf dem Weg zum Großen Hauptquartier inAvesnes-sur-Helpe. Ab jetzt wird nur noch über die Erfolge gelogen. Foto: Hermann Rex „Der Weltkrieg in seiner rauhen Wirklichkeit. Das Frontkämpferwerk“ von 1926. Gemeinfrei

Zeitreise 1918: Kriegspresse und Lügen im August

Artikelserie "Vor 100 Jahren" - Teil 5 von 7

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 58Noch zwei Monate Krieg, aber davon wissen ja die Zeitgenossen nichts. 100 Jahre später können wir uns entspannt nach hinten lehnen und verfolgen, wie sich die Dinge entwickeln. Denn die 1918 in Leipzig lebenden Menschen wissen außerdem nicht, was denn da Mitte August unter den Alliierten besprochen wurde. „Wichtige Beratungen im Ententelager“ titelt das Leipziger Tageblatt am 17. August, um dann auf der Titelseite nur fünf eher inhaltsleere Zeilen dazu abzudrucken.

Störer
Frauen in der Waffenfertigung während des I. Weltkrieges, hier in England. Foto: "The Girl behind the gun" 30. Dezember 1915. Foto: The War Budget Magazin, gemeinfrei

Zeitreise 1918: Abwehrschlacht an allen Fronten (2)

Artikelserie "Vor 100 Jahren" - Teil 4 von 7

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 5721. Juli 1918: Es werden die kleinen Erfolge in der Presse gefeiert. Die Worte „Offensive“ oder „Sieg“, sind schon lange nicht mehr aufgetaucht. Nun erfreut man sich an einem eigenen „Abwehrerfolg“. Denn unter Feldmarschall Ferdinand Foch führt der „Erbfeind“ Frankreich eine Gegenoffensive. Unterdessen vollzieht sich an der “Heimatfront” ein langsamer Wechsel in der Sicht auf Frauenarbeit und Rechte von Kindern, schuld daran auch der Krieg.

Der Blick über Leipzig zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Historische Postkarte von Fischer & Wittig Verlag Leipzig. Foto: Marko Hofmann

Zeitreise 1918: Abwehrschlacht an allen Fronten (1)

Artikelserie "Vor 100 Jahren" - Teil 3 von 7

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 57Es ist der 20. Juli vor 100 Jahren. Das Kriegsgeschehen an der Westfront spielt sich dort ab, wo schon 1914 Geschichte geschrieben wurde. „Das Wunder von der Marne“, wie es die Franzosen nannten, verhinderte das Gelingen des deutschen Schlieffen-Plans. Die erste deutsche Großoffensive war gescheitert. Fast vier Jahre später kämpfen die Kriegsparteien im Westen immer noch. Zu Hause, in Leipzig, schreiben die Zeitungen nun von einer “Sommerdefensive”.

Leipzig im ersten Viertel des letzten Jahrhunderts hier in der Weststraße in Leipzig Lindenau. Foto: Pro Leipzig Verlag

Zeitreise “Vor 100 Jahren”: Der Juni 1918 in Leipzig

Artikelserie "Vor 100 Jahren" - Teil 2 von 7

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 56Für FreikäuferDer 1. Weltkrieg erlebt seinen letzten Sommer. Aber das weiß man in Leipzig nicht. Nachdem die große Frühjahrsoffensive der deutschen Armee gescheitert ist, halten Franzosen, Briten und US-Amerikaner gemeinsam die Westfront, die zuvor beinahe tatsächlich zusammengebrochen wäre. Mit jedem weiteren Tag, den die Deutschen keinen Durchbruch erzielen, schwindet die Hoffnung der Obersten Heeresleitung auf den Sieg. Aber davon kabelt man natürlich nichts nach Deutschland.

Störer
Sogar eine Messe gab es noch im Jahr 1918 in Leipzig, wenngleich der Krieg unübersehbar ist. Ankunft von bulgarischen Messebesuchern auf dem Leipziger Bahnhof im Jahre 1918. Quelle: Christoph Kaufmann: Fotoatelier Hermann Walter. Leipzig 1918–1935. Pro Leipzig, Leipzig 2010

Leipzig an den beiden Kriegstagen 24. und 25. Mai 1918

Artikelserie "Vor 100 Jahren" - Teil 1 von 7

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus der Ausgabe 55Es ist Krieg auf der Welt. Weltkrieg. Der erste, den man damals natürlich noch nicht so nennt und der hinter dem zweiten fast verblasst. Es ist der erste große Krieg, der kein Ende nehmen will und er tobt nun seit fast vier Jahren. Wie viele Zeitungsseiten schon mit Todesanzeigen randvoll bedruckt worden sind seitdem am 1. August 1914 der Kampf begann? Niemand wird es je gezählt haben. Es werden aber noch über fünf Monate ins Land gehen, bis Todesannoncen kein Eisernes Kreuz mehr haben. Die, über die das „Leipziger Tageblatt“ am 24. Mai 1918 berichtet, haben vorerst Glück gehabt.