WRZ im Gespräch mit Trainer Heiko Scholz: Beide sind inzwischen nicht mehr in Amt und Würden. Foto: Jan Kaefer

Keine Erfolgsgeschichte bei Lok Leipzig

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 60Zwischen dem Rufzeichen und dem Einsetzen der Musik vergeht keine Sekunde. Dann singt Frank Sinatra in das Ohr des Anrufers – und je nachdem wann der Adressat abnimmt, kann Sinatra noch mal unterstreichen: „I did it my way“. Aber wenn er schnell am Telefon ist, bleiben nur wenige Sekunden, um zu erraten, wer da eigentlich singt. Wolf-Rüdiger Ziegenbalg, kurz WRZ, hat es auf seine Art gemacht: Anfang der 1990er als Präsident bei Dynamo Dresden.

Wurde zum Helden des Spiels: Benjamin Kirsten. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

1. FC Lokomotive Leipzig vs. FSV Optik Rathenow 1:0 – Familienbande

Für alle LeserNach einer schweren Woche hat der 1. FC Lok einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf eingefahren. Vor 2.275 Zuschauern besiegten die Blaugelben den Tabellen-Letzten Optik Rathenow mit 1:0 (0:0). Rückkehrer Nicky Adler erzielte kurz nach der Pause den goldenen Treffer. Lok musste mit einer Notelf antraten, die viel für den Erfolg investierte. Zum Helden wurde Torhüter Benjamin Kirsten.

Die Spanische Grippe 1918. Ein weltweites Sterben in drei Wellen. Foto: courtesy of the National Museum of Health and Medicine, Armed Forces Institute of Pathology, Washington, D.C., United States

Zeitreise: Am Vorabend der Novemberrevolution 1918

Artikelserie "Vor 100 Jahren" - Teil 7 von 7

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 60, seit 19. Oktober im HandelDer 19. Oktober 1918. In drei Wochen ist der Krieg vorbei. Im Osten ist er seit dem 3. März 1918 vorüber. Der Friede von Brest-Litwosk beendete die Kampfhandlungen zwischen Russland und dem Deutschen Reich. Für die Leipziger bleibt es ein seltsam ferner Krieg, denn im Gegensatz zum Zweiten Weltkrieg ist Deutschland nie selbst Schauplatz, auch in Prag, was damals noch zu Österreich/Ungarn gehört, wird nicht gekämpft. Es verwundert daher nicht, dass sich das Leipziger Gewandhausorchester auf den Weg in die heutige tschechische Hauptstadt gemacht hat, um bei den Verbündeten einen Beweis seines Könnens zu liefern.

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Der neue Lok-Trainer Björn Joppe hat wieder eine klare Linie für die Mannschaft gefunden. Foto: Jan Kaefer

FSV Budissa Bautzen gegen 1. FC Lokomotive Leipzig 0:2 – Mit Mentalität aus dem Keller

Für alle LeserDie Sieglos-Serie des 1. FC Lok ist beendet. Sieben Spiele nach dem letzten Dreier holte Lok bei Budissa Bautzen ein 2:0 (1:0). Nicky Adler traf erstmals für den 1. FC Lok, Ryan Malone besorgte kurz vor Schluss den Endstand. In einem übersichtlichen Fußballspiel traf Lok zweimal per Standard und fuhr erst zum zweiten Mal als Sieger über die A4 von Bautzen wieder nach Hause.

Enttäuschung bei Matthias Steinborn nach dem Schlusspfiff. Foto: Jan Kaefer

1. FC Lok Leipzig vs. Berliner AK 1:1 – Kategorie unnötig

Für alle LeserDer 1. FC Lok wartet weiter auf seinen dritten Saisonsieg. Im Heimsiel gegen den Tabellen-Zweiten Berliner AK kassierte Lok in Überzahl sechs Minuten vor Schluss den 1:1-Ausgleich. Vor 2.638 Zuschauern traf Steinborn kurz vor der Pause für die Lok, die sich kämpferisch stark verbessert zeigte und mit einem klaren Plan den Gast am Rande der Niederlage hatte.

Markus Krug (v.r.) seit wenigen Tagen in einer Doppelrolle als Lok-Betreuer und nach wie vor aktiver Spieler gegen den CFC. Foto Jan Kaefer (Archiv)

Chemnitzer FC – 1. FC Lokomotive Leipzig 3:1 – Erst Fragezeichen, dann Ausrufezeichen

Für alle LeserDie Sensation ist ausgeblieben. Beim verlustpunktfreien Tabellenführer Chemnitzer FC musste sich auch der 1. FC Lok mit 1:3 (0:3) geschlagen geben. Vor 7.438 Zuschauern war Lok vor allem in der 1. Halbzeit nicht stark genug, um den ausnahmslos siegreichen Gastgebern Stöcke in die Speichen zu werfen. Erst nach dem Seitenwechsel und dem Anschlusstreffer rehabilitierte sich Lok und ging – gefeiert von den eigenen Fans – mit erhobenem Haupt vom Platz, bleibt aber Vorletzter.

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Hauptbahnhof Leipzig Querbahnsteig im Jahr 1916. Foto: Atelier Hermann Walter , Bernhard Müller, Gemeinfrei

Zeitreise 1918: Krieg als Normalzustand und eine Schulreform

Artikelserie "Vor 100 Jahren" - Teil 6 von 7

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 59Nur noch wenige Tage bis zum 11. November 1918 wird das Schlachthaus Europa geöffnet haben. Ein Tag, den später viele Deutsche nicht als den Tag der Niederlage im Ersten Weltkrieg verstehen wollen. Doch bereits Mitte September 1918 ist die Initiative komplett in den Händen der Alliierten. Die deutsche Öffentlichkeit scheint es akzeptiert zu haben oder gewöhnt sich zumindest daran, dass wie am 14. September 1918 nicht über Pläne der Mittelmächte, sondern über die der Entente geschrieben wird.

Beim 1. FC Lok ist der Trainerstuhl frei geworden. Foto: Jan Kaefer

Heiko Scholz und Rüdiger Hoppe beurlaubt – Joppe und Krug Interimstrainer

Für alle Leser Nach fünf Jahren sucht der 1. FC Lok wieder einen neuen Trainer. Am Sonntagvormittag verkündete der Verein die Beurlaubung von Heiko Scholz und Rüdiger Hoppe. Nach acht Punkten aus neun Spielen und fünf Spielen in Folge ohne Sieg, handelte der Verein. Björn Joppe – eigentlich Nachwuchschef – und Kapitän Markus Krug werden die Mannschaft bis auf Weiteres betreuen.

Krisenstimmung bei Lok und Heiko Scholz. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

1. FC Lok Leipzig vs. Halberstadt 0:1 – Die Zeichen der Zeit

Für alle LeserNach einer weiteren enttäuschenden Niederlage steht der 1. FC Lok sportlich mit dem Rücken zur Wand. Im Heimspiel am Sonnabend setzten sich die noch schlechter platzierten Halberstädter mit 1:0 (0:0) in Probstheida durch. Vor 2.375 Zuschauern wollte die Scholz-Truppe den Neuanfang starten. Nun wird der Klub einen neuen Trainer suchen. Heiko Scholz war nach Abpfiff den Tränen nah, anschließend tagten die Vereinsgremien, wollten sich am Abend aber nicht äußern.

Der Bau kann beginnen - Spatenstich für den neuen Lok-Kunstrasen. Foto: 1. FC Lok

Heiko Scholz darf vorerst weitermachen – Spatenstich für Kunstrasen

Für alle LeserKrisensitzung beim 1. FC Lok. Am Mittwoch luden Präsident Thomas Löwe und Aufsichtsrats-Chef Olaf Winkler Trainer Heiko Scholz zur Besprechung der aktuellen Situation. Zwei Stunden sprachen die drei Herren miteinander. Ergebnis: Heiko Scholz darf weitermachen – vorerst. Außerdem beginnt ab sofort der Bau des Kunstrasenplatzes, für den Fans 100.000 Euro gegeben haben.

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Trainer Heiko Scholz litt am Spielfeldrand mit seinem Team mit. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Die Situation bei Lok Leipzig im Detail – Es ist Zeit für etwas Neues

Für alle LeserNach dem zweitschlechtesten Saisonstart der jüngeren Geschichte, nur zwei Siegen aus acht Spielen und mehreren leblosen Auftritten stehen Vorstand und Aufsichtsrat des 1. FC Lok vor der Entscheidung, Trainer Heiko Scholz nach fast fünf Jahren zu demissionieren oder die Identifikationsfigur auf einen anderen Posten im Verein wegzuloben, denn Fakt ist: Lok braucht eine Veränderung. Eine Analyse.

Wird Lok-Trainer Heiko Scholz bald selbst Trost brauchen? Foto: Jan Kaefer (Archiv)

VfB Auerbach vs. 1. FC Lok Leipzig 1:0 – Spiel schlecht, Perspektive grausig

Für alle LeserDer 1. FC Lokomotive Leipzig kann beim VfB Auerbach weiter nicht gewinnen. Beim neunten Gastspiel verlor der FCL mit 0:1 (0:0) und war damit noch gut bedient. Drei Tage nach dem willensstarken Auftritt gegen Rot-Weiß Erfurt gab es kein kollektives Aufbäumen gegen die Niederlage. Lok hätte sogar schon nach 20 Minuten mit 0:3 hinten liegen können. Die Luft für Lok-Trainer Heiko Scholz wird nach nur acht Punkten aus acht Spielen und Platz 12 extrem dünn.

Der Freistoß von Maik Salewski schlug zum 1:1-Endstand hinter Erfurt-Keeper Lukas Cichos ein. Foto: Jan Kaefer

1. FC Lok Leipzig vs. Rot-Weiß Erfurt 1:1 – Ein Zeichen, aber keine Wende

Für alle LeserIm ersten Aufeinandertreffen seit dem Jahr 2000 – damals 2:2 – erreichte Lok Leipzig gegen Rot-Weiß Erfurt nur ein 1:1 (0:1). Vor 4.600 Zuschauer glich die Lok erneut durch einen Standard die Erfurter Führung aus und konnte phasenweise mit viel Einsatz und Kampf die Zuschauer auf ihre Seite ziehen, verpasste aber jeweils zu Halbzeitbeginn, die Initiative an sich zu reißen. Erfurt reichten zwei Torchancen für ein Tor, Leipzig vermochte die fünf großen Chancen aus dem Spiel heraus nicht zu verwerten. Die Punkteteilung ist somit eine kleiner Schritt zur Besänftigung der Gemüter im Lok-Umfeld.

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Oh alter Männer Herrlichkeit: Paul von Hindenburg, Wilhelm II. und Erich Ludendorff sowie weitere Mitglieder der OHL noch während der Frühjahrsoffensive 1918 auf dem Weg zum Großen Hauptquartier inAvesnes-sur-Helpe. Ab jetzt wird nur noch über die Erfolge gelogen. Foto: Hermann Rex „Der Weltkrieg in seiner rauhen Wirklichkeit. Das Frontkämpferwerk“ von 1926. Gemeinfrei

Zeitreise 1918: Kriegspresse und Lügen im August

Artikelserie "Vor 100 Jahren" - Teil 5 von 7

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 58Noch zwei Monate Krieg, aber davon wissen ja die Zeitgenossen nichts. 100 Jahre später können wir uns entspannt nach hinten lehnen und verfolgen, wie sich die Dinge entwickeln. Denn die 1918 in Leipzig lebenden Menschen wissen außerdem nicht, was denn da Mitte August unter den Alliierten besprochen wurde. „Wichtige Beratungen im Ententelager“ titelt das Leipziger Tageblatt am 17. August, um dann auf der Titelseite nur fünf eher inhaltsleere Zeilen dazu abzudrucken.

Heiko Scholz: "Wenn nur vier Spieler Normalform haben, kannst du hier nicht gewinnen". Foto: Jan Kaefer

BFC Dynamo vs. 1. FC Lok Leipzig 1:0 – Enttäuschung statt Fußball pur

Für alle LeserDer 1. FC Lok hat am Samstag beim BFC Dynamo einen Offenbarungseid geleistet. Zwar verlor die Scholz-Elf nur 0:1 (0:1) im Jahn-Sportpark, sie blieb spielerisch aber wieder alles schuldig. Erst nach 50 Minuten schoss Matthias Steinborn vor 1.170 Zuschauern das erste Mal aufs gegnerische Tor, eine echte Torchance hatte die Lok im ganzen Spiel nicht. Der BFC musste seinerseits nicht glänzen, um nach 0:8-Toren in den ersten beiden Heimspielen den ersten Heimsieg einzufahren. Heiko Scholz redete auf der Pressekonferenz ungewohnt deutlich über die Fehlleistung seiner Mannschaft und steht erstmals in seiner fast fünfjährigen Amtszeit selbst stark in der Kritik.

Maik Salewski (re.) setzt sich gegen Manuel Hoffmann durch. Foto: Jan Kaefer

1. FC Lok Leipzig vs. Babelsberg 1:1 – Viele Chancen, nur ein Punkt

Für alle LeserEnttäuschung beim 1. FC Lok: Trotz großer Überlegenheit haben die Probstheidaer gegen den SV Babelsberg nur ein 1:1 (1:1) erreicht. Die frühe 1:0-Führung durch den starken Paul Schinke glichen die Babelsberger per Elfmeter noch vor der Pause aus. Der Tabellenzweite blieb vor 3.417 Zuschauern allerdings vieles schuldig und hatte Glück, dass Lok aus den vielen Standards und Flanken kein Kapital schlagen konnte.

Ein Tag auf dem Flohmarkt an der Pferderennbahn. Foto: Marko Hofmann

„5? Für 4 nehm ich es mit“: Ein Tag dealen … auf dem Flohmarkt an der Rennbahn

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 57Die ersten Eindrücke vom Flohmarkt-Geschehen sind negativ. Zwar ist die Markt-Einweiserin freundlich und weist mir meinen Platz zu, die Platzhirsche sind es allerdings nicht. „Langsam fahren, langsam fahren“, herrschen sie mich drei Oktaven zu hoch an, als ich mit meinen 20 km/h über den Schotterweg zu meinem Stand rolle. Ich weiß gar nicht, was die aufgeregte Frau hat, so schnell bin ich doch gar nicht, denke ich mir. Ein älterer Herr reißt mich allerdings deutlich aus meinen Relativierungsversuchen. „Ich habe gerade alles sauber gemacht“, ruft er zu meinem Auto rüber. Ach so. Jetzt sehe ich die Staubwolke hinter mir auch.

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Das Tor von Ryan Malone (re.) - hier im 2017er Duell mit Viktoria Berlin - reichte nur zur Ergebniskosmetik. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Viktoria Berlin vs. 1. FC Lok Leipzig 4:1 – Unsanft ausgebremst

Für alle LeserDer 1. FC Lokomotive hat die Anfangseuphorie nicht ausbauen können. Bei Viktoria Berlin verloren die Probstheidaer am Freitagabend mit 1:4 (1:2). Vor 917 Zuschauern kamen die Blau-Gelben nie in die Partie, setzten keine Akzente und erzielten den zwischenzeitlichen Ausgleich per direktem Freistoß. Nach dem 3:0-Heimsieg gegen den ZFC Meuselwitz wurde so die rundum professionalisierte Lok umgehend unsanft ausgebremst.

Frauen in der Waffenfertigung während des I. Weltkrieges, hier in England. Foto: "The Girl behind the gun" 30. Dezember 1915. Foto: The War Budget Magazin, gemeinfrei

Zeitreise 1918: Abwehrschlacht an allen Fronten (2)

Artikelserie "Vor 100 Jahren" - Teil 4 von 7

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 5721. Juli 1918: Es werden die kleinen Erfolge in der Presse gefeiert. Die Worte „Offensive“ oder „Sieg“, sind schon lange nicht mehr aufgetaucht. Nun erfreut man sich an einem eigenen „Abwehrerfolg“. Denn unter Feldmarschall Ferdinand Foch führt der „Erbfeind“ Frankreich eine Gegenoffensive. Unterdessen vollzieht sich an der “Heimatfront” ein langsamer Wechsel in der Sicht auf Frauenarbeit und Rechte von Kindern, schuld daran auch der Krieg.

Der Blick über Leipzig zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Historische Postkarte von Fischer & Wittig Verlag Leipzig. Foto: Marko Hofmann

Zeitreise 1918: Abwehrschlacht an allen Fronten (1)

Artikelserie "Vor 100 Jahren" - Teil 3 von 7

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 57Es ist der 20. Juli vor 100 Jahren. Das Kriegsgeschehen an der Westfront spielt sich dort ab, wo schon 1914 Geschichte geschrieben wurde. „Das Wunder von der Marne“, wie es die Franzosen nannten, verhinderte das Gelingen des deutschen Schlieffen-Plans. Die erste deutsche Großoffensive war gescheitert. Fast vier Jahre später kämpfen die Kriegsparteien im Westen immer noch. Zu Hause, in Leipzig, schreiben die Zeitungen nun von einer “Sommerdefensive”.

Die Lernwerkstatt an der August-Bebel-Schule mit Wolfgang Gärthe (rechts). Foto: Bernd Görne

Schulabbrecher-Hochburg Leipzig: Jeder Absolvent mit Abschluss ist möglich

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 5710 Prozent! 10 Prozent der Leipziger Schüler hat im vorletzten Schuljahr den Lernort ohne Abschluss verlassen. Damit ist die Stadt Schlusslicht in Sachsen und deutlich schlechter als der Bundesdurchschnitt. Dass das nicht sein muss, hat zuletzt ein Projekt im Leipziger Osten nachgewiesen. Wolfgang Gärthe leitet seit neun Jahren das Projekt „Schule mit Zukunft Leipzig Ost“. Der langjährige Geschäftsführer der Euro-Schulen-Organisation und heutige Rentner erzählt, was es brauchte, damit Schüler in diesem Stadtteil erfolgreich lernen können.

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Gilt nach wie vor: Das Runde muss ins Eckige. Foto: Jan Kaefer

Hofmanns WM-Fazit: “Ich würde mit Löw weitermachen”

Für alle LeserGut denkbar, dass viele deutsche Fußballfans noch immer kopfschüttelnd vor dem Fernseher sitzen und hoffen, das gestrige 0:2 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Südkorea sei nur ein böser Traum gewesen. Enttäuschung hier – Schadenfreude da. L-IZ-Fußballexperte Marko Hofmann jedoch hat sich dem WM-Auftritt der Mannschaft mit rationalem Blick angenommen.

Leipzig im ersten Viertel des letzten Jahrhunderts hier in der Weststraße in Leipzig Lindenau. Foto: Pro Leipzig Verlag

Zeitreise “Vor 100 Jahren”: Der Juni 1918 in Leipzig

Artikelserie "Vor 100 Jahren" - Teil 2 von 7

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 56Für FreikäuferDer 1. Weltkrieg erlebt seinen letzten Sommer. Aber das weiß man in Leipzig nicht. Nachdem die große Frühjahrsoffensive der deutschen Armee gescheitert ist, halten Franzosen, Briten und US-Amerikaner gemeinsam die Westfront, die zuvor beinahe tatsächlich zusammengebrochen wäre. Mit jedem weiteren Tag, den die Deutschen keinen Durchbruch erzielen, schwindet die Hoffnung der Obersten Heeresleitung auf den Sieg. Aber davon kabelt man natürlich nichts nach Deutschland.

Vor dem Anpfiff verabschiedete der 1.FC Lok neun seiner Spieler. Foto: Jan Kaefer

1. FC Lok Leipzig vs. Hertha BSC II 2:1 – Noch ein Sieg zum Abschied/ Kunstrasen-Platz kommt

Für alle LeserDie Regionalliga-Saison 2017/2018 beendet der 1. FC Lok Leipzig auf dem 6. Tabellenplatz. Gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC siegte Lok 2:1 (2:0) und sicherte sich damit auch Platz zwei in der Heimtabelle mit nur neun Gegentreffern. Bei seinem Abschied traf Matus Lorincak zur zeitigen Führung, und Paul Maurer legte vor 2.769 Zuschauern ein letztes Mal für Ryan Malone auf. Lok hätte mit mehr Konzentration sogar noch Tore nachlegen können. Das klappt vielleicht nächstes Jahr, wenn der Kunstrasenplatz gebaut worden ist.

Markus Krug mit Lok-Rekord: "Darauf kann ich stolz sein". Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Lok-Rekordspieler Markus Krug im Kurz-Interview: „Ich ziehe den Hut vor René Heusel“

Für alle LeserMittwochabend, 19:02 Uhr, war Markus Krug der Spieler mit den meisten Pflichtspieleinsätzen für den 1. FC Lok. Mit Anpfiff der Partie gegen den FSV Wacker Nordhausen hatte der derzeitige Kapitän den bisherigen Rekordspieler René Heusel überholt. Erst am nächsten Tag hatte der Abwehrspieler Zeit, ein paar Fragen zu beantworten, sein Handy hatte den gesamten Abend nach dem Spiel nicht stillgestanden.

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Sieg und Rekord - gelungener Abend für Lok-Kapitän Markus Krug. Foto: Jan Kaefer

1. FC Lok Leipzig vs. Nordhausen 2:0 – Krug ist der Rekordmann, Lok nun Sechster

Für alle LeserMarkus Krug ist neuer Rekordspieler des neuen 1. FC Lok Leipzig. Beim 2:0 (0:0)-Heimsieg gegen den FSV Wacker Nordhausen bestritt der 29-Jährige sein 207. Pflichtspiel für die Probstheidaer und überholte damit Rekordhalter René Heusel, der Lok 2011 nach sieben Jahren verlassen hatte. Krug traf zwar nicht beim Jubiläum, bereitete aber fast ein Tor vor. Die Treffer erzielten Gottschick und Lorincak, Lok ist einen Spieltag vor Saisonende auf Platz 6 und hat die nächsten Vertragsverlängerungen und Neuzugänge im Sack.

Lovro Sindik. Foto: 1. FCL

Lovro Sindik ist der erste Neue beim 1. FC Lok

Für alle LeserDie Vorbereitungen auf die neue Saison laufen beim 1. FC Lok. Am Donnerstag verkündete der Verein den ersten Neuzugang. Der 26-Jährige Lovro Sindik wechselt vom Berliner AK nach Probstheida. Der Kroate unterschrieb für zwei Jahre.

Nils Gottschick (Lok) in Aktion. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

1. FC Lokomotive Leipzig vs. TSG Neustrelitz 7:0 – Rotierend Richtung Rekordsieg, Misch und Gottschick verlängern

Für alle LeserSieben zu null. So hoch gewann der 1. FC Lok letztmals im November 2006. Fast zwölf Jahre später spielte die Scholz-Elf vor 1.909 Zuschauern über 90 Minuten am Gaspedal. Gegen die schon abgestiegene TSG Neustrelitz traf Djamal Ziane dreifach, Paul Maurer doppelt und jeweils Nils Gottschick und Peter Misch. Endstand 7:0 (3:0). Heiko Scholz schonte sogar noch Sascha Pfeffer und Markus Krug. Auf Ryan Malone muss er bis Saisonende verzichten. Dafür kann er auf Misch und Gottschick auch in Zukunft bauen.

Lok-Präsident Thomas Löwe will dem Team trotz Umstellung keinen Aufstiegsdruck machen. Foto: Jan Kaefer

Der 1. FC Lok Leipzig geht ersten Schritt Richtung Vision 2020

Für alle LeserDie Katze ist aus dem Sack: Der 1. FC Lok wird in der kommenden Regionalliga-Saison erstmals in seiner Geschichte ein Profifußballer-Team an den Start schicken. Darauf einigten sich Aufsichtsrat und Präsidium in der Nacht auf Montag. Der direkte Aufstieg in der kommenden Saison ist allerdings nicht das Ziel des Klubs.