„Der zweite Anschlag“. Foto: DOK Leipzig

DOK Leipzig, Tag 4: Radikaler Fokus auf Feministinnen und Opfer von Rassismus

Für alle LeserDer rechtsradikale Vormarsch in vielen Staaten hat sich in den vergangenen Jahren auf vielfältige Weise geäußert: zunehmender Rassismus und antifeministische Bestrebungen gehören dazu. Zwei Dokumentationen von Frauen widmen sich der Machokultur im politischen Italien und dem strukturellen Rassismus in Deutschland – und konzentrieren sich dabei radikal auf jene, die für das Gute kämpfen und unter den bestehenden Bedingungen leiden.

„The Time of Forests“. Foto: DOK Leipzig

DOK Leipzig, Tag 3: Monster, die durch Wälder sägen

Für alle LeserBeim DOK Leipzig fühlte man sich am dritten Festivaltag an den Hambacher Forst erinnert. „The Time of Forests“ thematisiert das Abholzen riesiger Wälder, interessiert sich dabei aber vor allem für den Gegensatz von klassischem Handwerk und industrieller Massenabfertigung. Außerdem: In „Women with Gunpowder Earrings“ begleitet die Kamera eine Journalistin in den Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat. Dabei wird diese schnell selbst zur Aktivistin.

„Chris the Swiss“. Foto: DOK Leipzig

DOK Leipzig, Tag 2: Im Krieg und religiösen Fanatismus verloren – zwei Frauen auf Spurensuche

Für alle LeserWie kann es passieren, dass eine Mutter ihre Familie verlässt und sich einer christlichen Sekte anschließt? Und was bewegt einen jungen Mann, als Journalist in ein Kriegsgebiet zu reisen und dort einer nationalistischen Miliz beizutreten? Eine Tochter und eine Cousine begeben sich in den bedrückenden Dokumentationen „The Principal Wife“ und „Chris the Swiss“ auf die nicht immer erfolgreiche Suche nach Antworten.

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Regisseur Werner Herzog (l.) im Gespräch mit Michail Gorbatschow. Foto: DOK Leipzig / Lena Herzog

DOK Leipzig, Tag 1: Bei eisigen Temperaturen zurück in den Kalten Krieg – Herzog-Doku über Gorbatschow eröffnet das Festival

Für alle LeserDie Gorbatschow-Dokumentation „Meeting Gorbachev“ hat am Montagabend das 61. DOK eröffnet. Sowohl im Cinestar bei der zentralen Veranstaltung als auch in der Osthalle des Hauptbahnhofes war der Film von Werner Herzog zu sehen. Der Regisseur äußerte im Anschluss seine Begeisterung für die Location und seine Einschätzung zur aktuellen Russland-Politik des Westens. Die Doku selbst lieferte kaum neue Erkenntnisse.

Kammerorchester der Neuen Philharmonie Hamburg: Foto: PR

Ticketverlosung: Vivaldi-Doppelkonzert mit dem Kammerorchester der Neuen Philharmonie Hamburg

VerlosungMaestro Tigran Mikaelyan und der Soloviolinist präsentieren am 18. November mit dem Kammerorchester der Neuen Philharmonie Hamburg „Die vier Jahreszeiten“ und weitere bekannte Meisterwerke im Leipziger Gewandhaus. Erleben Sie nicht nur eine, sondern alle vier Jahreszeiten auf einmal – Bei einem unvergesslichen Vivaldi-Konzert können Sie den Klängen der „Le quattro stagioni“ und weiterer bekannter Meisterwerke lauschen. Gemeinsam mit den Veranstaltern verlost die L-IZ 2×2 Freikarten.

Die Herzogin von Chicago. Foto: Kirsten Nijhof

Operette trifft Musical: Publikumserfolg für Kalmans „Herzogin von Chicago“

Für alle LeserFällt der Name Emmerich Kálmán, ist meist von der „Csárdásfürstin“ die Rede. „Die Herzogin von Chigaco“ findet sich dagegen nur selten auf den Spielplänen der Operettenbühnen wieder. In Leipzig verpassten Regisseur Ulrich Wiggers und Kapellmeister Tobias Engeli dem angestaubten Werk eine Frischzellenkur und feierten mit ihrem erfrischenden Konzept einen Publikumserfolg.

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Auszug Cover Leipziger Liederbuch. Foto: Lyrikgesellschaft

Ticketverlosung: Leipzig-Lieder und -Gedichte im Mendelssohn-Haus

Für alle LeserVerlosungDer Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. lädt am Samstag, dem 17. November 2018, 18 Uhr, zur musikalischen Lesung Leipzig-Lieder und -Gedichte im Mendelssohn-Haus ein. Leserclub-Mitglieder haben die Möglichkeit, hier 1×2 Tickets zu ergattern.

Ausstellung "Oh yeah!" Foto: Martin Luther, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Die multimediale Ausstellung „Oh Yeah!“ lässt 90 Jahre Popmusik in Deutschland erleben

Für alle LeserSeit Dienstag, 16. Oktober, ist im Stadtgeschichtlichen Museum eine Ausstellung zu sehen, die ihre Besucher daran erinnert, dass Erinnerungen nicht nur aus Bildern, Tagebüchern, Pokalen und all den anderen greifbaren Sammelstücken besteht, die so im Fundus eines Stadtmuseums landen, sondern auch aus Musik. Wer die richtige Scheibe rauspackt, kann Menschen ohne viel Aufwand in die Träume ihrer Jugend zurückkatapultieren. Eine, in der „Oh yeah!“ noch cool klang zum Beispiel.

Werner Herzog (l.) im Gespräch mit Gorbatschow. Foto: DOK Leipzig / Lena Herzog

DOK-Festival freut sich über hohen Frauenanteil und Eröffnungsfilm von Werner Herzog

Für alle LeserAls angeblich erstes Filmfestival der Welt hatte sich das DOK eine Frauenquote für die Regie im Deutschen Wettbewerb auferlegt. Nun sind nicht nur in diesem Wettbewerb, sondern auch im gesamten Programm die Regisseurinnen in der Überzahl. Die Organisatoren freuen sich zudem über prominente Namen zum Auftakt: Der diesjährige Eröffnungsfilm kommt von Werner Herzog und porträtiert Michail Gorbatschow, den letzten Präsidenten der ehemaligen Sowjetunion.

Gaffeeganne 2013. Foto: Ralf Julke

Lene-Voigt-Gesellschaft feiert 20 Jahre Gaffeeganne wieder mit offener Vortragslust

Für alle LeserEs ist schon ein Weilchen her, dass der Wettbewerb um die Gaffeeganne der Lene-Voigt-Gesellschaft aus dem Kalender verschwand. Aus mehreren Gründen. Natürlich ging es um die Kraft, ihn zu organisieren, eine Vorsitzende, deren Fehlen sich auf einmal heftig bemerkbar machte. Aber eigentlich war er auch an seine Grenzen gekommen. Es musste sich etwas ändern. Aber nur was?

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Andris Nelsons. Foto: Luca KunzeAndris Nelsons. Foto: Luca Kunze

Mit Klassik und Moderne: Gewandhausorchester geht auf Herbst-Tournee

Für alle LeserIn der kommenden Woche beginnt das Gewandhausorchester seine traditionelle Herbst-Tournee. Vom 7. bis 20. Oktober sind elf Auftritte in acht europäischen Städten geplant. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Tschaikowski, Mahler und ein Auftragswerk des lettischen Komponisten Andris Dzenitis.

Pressekonferenz mit Gundula Lasch, Franka Reinhart, Gabriele Goldfuß und Steffen Birnbaum. Foto: Ralf Julke

Der 22. Leipziger Literarische Herbst rückt zum ersten Mal Übersetzerinnen und Übersetzer ins Scheinwerferlicht

Für alle LeserHouston? Da hat fast jeder den berühmten Spielfilm mit Tom Hanks, Kevin Bacon, Ed Harris, Gary Sinise und Bill Paxton von 1995 vor Augen, in dem das Drama um „Apollo 13“ nachzuerleben war. Mitsamt dem zentralen Funkspruch an die Heimatbasis: „Houston, we’ve had a problem!“. Zwei Jahre vorher hat die Zwei-Millionen-Stadt in Texas eine Städtepartnerschaft mit Leipzig abgeschlossen. Grund genug, Houston auch zum Literarischen Herbst 2018 einzuladen.

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Pablo y Ludmila. Foto: Javier Fuentes & Nicolás Fernández

Ticketverlosung: Show de Tango Argentino

Für alle LeserVerlosungTango – das ist eng umschlungene Leidenschaft, Eleganz und ein getanztes Lebensgefühl. Pablo und Ludmila bringen in diese über 130 Jahre alte Tradition einen neuen, unverbrauchten Schwung. Beide sind nicht nur leidenschaftliche Tangotänzer sondern auch ausgebildete Musiker, die ein besonderes Gespür für Rhythmik, Melodien und Klang der einzelnen Instrumente haben. Dieses Gefühl für die Musik bringen sie in ihrem Tanz ein und entwickeln ganz eigene Bewegungsmuster. Begleitet werden die beiden Tänzer vom Cuarteto Rotterdam. Gemeinsam mit den Veranstaltern verlost die L-IZ 2×2 Freikarten für „Show de Tango Argentino“ am 2. November im Gewandhaus. +++Die Verlosung ist beendet+++

Simone Abrantes. Foto: Uwe Neumann

Ticketverlosung: Mehr als nur ein Tanz – Flamenco Vivo im Gewandhaus

VerlosungLassen Sie sich vom Zauber des Flamenco mitreißen. Flamenco Vivo ist mehr als eine Show, es ist gelebte Wirklichkeit. Virtuoses Gitarrenspiel (Georg Kempa), Viola (Azusa Krist) und leidenschaftlicher Gesang (Carmen Celada) verschmelzen mit temperamentvollem Tanz (Simone Abrantes und Cayetana de Ronda) zu einer beeindruckenden Einheit. Gemeinsam mit den Veranstaltern verlost die L-IZ 2×2 Freikarten für „Flamenco Vivo“ am 23. November im Gewandhaus.

Fotoshooting für den neuen Leipzig-Kalender. Foto: Ralf Julke

Schon vor 120 Jahren wussten die Leipziger, wie wichtig grüne Oasen in der Stadt sind

Für alle Leser„Wir könnten noch hundert Jahre lang solche Kalender machen“, sagte Dr. Volker Rodekamp, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums, am Dienstag, 18. September, beim Sonnenscheintermin auf dem Augustusplatz. Mit der LTM gemeinsam stellte er den neuen Leipzig-Kalender mit 13 historischen Aufnahmen aus dem Fotoarchiv des Stadtmuseums vor. Das Traditionsprojekt geht also weiter.

KLEZMER HIGH LIFE mit Mischpoke. Foto: Christine Rambow

Klezmer High Life mit Mischpoke am 26. Oktober im Gewandhaus

Verlosung„Oyf a zunikn veg“ – so heißt das aktuelle Projekt der Hamburger Klezmerband Mischpoke! In diesem Programm nimmt Mischpoke sein Publikum mit auf die Sonnenseiten des Lebens: freudig, hoffnungsvoll, liebend, leidend, aber auch melancholisch und witzig. Leserclub-Mitglieder haben die Möglichkeit, hier 2×2 Tickets zu ergattern+++ Die Verlosung ist beendet+++.

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Eingang zum Haus Dreilinden. Foto: Gernot Borriss

Die Musikalische Komödie könnte 2019/2020 für eine Spielzeit ins Westbad umziehen

Für alle LeserFast vergessen ist die Zeit, als die Fraktionen im Stadtrat wilde Vorschläge machten, wie man die Kulturbetriebe der Stadt zusammenlegen und damit Millionenbeträge sparen könnte. Noch länger her ist die Debatte über die Musikalische Komödie, weil man einfach kein Geld fand, um das Haus Dreilinden endlich mal zu sanieren. Und jetzt wird es tatsächlich saniert. Und für eine Spielzeit braucht das Haus einen Ausweichort. Der scheint sogar schon gefunden zu sein.

Carl-Heine-Denkmal am Palmengarten. Foto: Ralf Julke

Linksfraktion beantragt Würdigung von Carl Heine anlässlich seines 200. Geburtstages

Für alle LeserLeipzig feiert allerlei Jubiläen – aber einige wichtige gehen dabei meist durch die Lappen. Der 200. Geburtstag von Clara Schumann ist noch mit einem dicken Programm ins Jubiläumsjahr 2019 gekommen. Aber einer fehlt irgendwie: Der Schöpfer des Leipziger Westens, Carl Erdmann Heine. Der gehört unbedingt noch gefeiert, beantragt jetzt die Linksfraktion im Stadtrat.

August Sander: Handlanger, 1928 / 1961, Silbergelatine-Abzug, 47,5 x 34,1 cm. Art Photography Fund, Courtesy Galerie Johannes Faber © Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst Bonn, 2018

Leipzigs Bildermuseum zeigt seine erste August-Sander-Ausstellung

Für alle LeserAm Mittwoch, 12. September, eröffnete das Museum der bildenden Künste eine kleine, besondere Ausstellung, die einmal einen der wichtigsten deutschen Fotografen des 20. Jahrhunderts nach Leipzig holt. Und das auch noch mit seiner berühmtesten Bilderserie, die eindrucksvoll die arbeitenden Menschen der 1920er Jahre zeigt. Das Museum schärft mit der August-Sander-Ausstellung ganz unübersehbar sein Fotografie-Profil. Und eine kleine Leipzig-Beziehung gibt es auch.

Enthüllung des CLARA19-Zuges. Foto: Andreas Schmidt / LTM

Die Erfurter Bahn fährt mit dem CLARA19-Zug Werbung fürs Jubiläumsjahr für Clara Schumann in Leipzig

Für alle LeserAnfangs ward sie beinah vergessen im Jubiläumsreigen der Stadt Leipzig. Aber dann legte der Leipziger Stadtrat ordentlich nach und machte den 200. Geburtstag Clara Schumanns im Jahr 2019 zum Schwerpunkt eines ganzen Kulturjahres. Und das ließen die Erfurter Bahn und die Leipziger LTM zu Claras 199. Geburtstag am 13. September schon mal mit einem Termin im Hauptbahnhof beginnen.

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Martin Krafl, Skadi Jennicke, Petr Borkovec, Oliver Zille und Markéta Meissnerová, Generalkonsulin im Tschechischen Generalkonsulat in Dresden. Foto: Ralf Julke

Mit Petr Borkovec wurde am Montag der erste Residenzautor aus Tschechien in Leipzig begrüßt

Für alle LeserDas Blitzlichtgewitter war Petr Borkovec sichtlich unangenehm. Petr Borkovec ist Autor, 1970 geboren im mittelböhmischen Louňovice pod Blaníkem. Nach Leipzig verschlug es ihn jetzt im ersten tschechisch-deutschen Residenzprogramm. 2019 ist Tschechien Partnerland der Leipziger Buchmesse. Was natürlich der Anlass dafür war, jetzt mal ein richtiges tschechisch-deutsches Residenzprogramm aufzulegen.

Dirigent Semyon Bychkov. Foto: Alexander Böhm

Gewandhausorchester: Semyon Bychkov dirigierte Glanert, Sibelius und Dvorak

Für alle LeserIm Bayreuth reüssierte Semyon Bychkov diesen Sommer mit „Parsifal“. Knapp zwei Wochen nach dem letzten Vorhang stand der Chef der Tschechischen Philharmonie am Donnerstag in Leipzig am Pult. Mit dem Gewandhausorchester brachte der 65-Jährige Werke von Glanert, Sibelius und Dvorak zur Aufführung.

Klaus Hähner-Springmühl: Installation (1983). Foto: MdbK, Klaus Hähner-Springmühl Nachlass

Leipzigs Bildermuseum würdigt Klaus Hähner-Springmühl mit einer großen Werkschau

Für alle LeserEs ist in der bildenden Kunst eigentlich ganz ähnlich wie bei den Schriftstellern, die einst konträr zur Kulturpolitik der DDR arbeiteten: Man kennt nur einige wenige herausragende Protagonisten, aber die große Breite der Akteure ist einem kaum präsent. Ein wenig ändert das das Leipziger Bildermuseum jetzt: Ab Donnerstag, 6. September, zeigt es Arbeiten des früh verstorbenen Klaus Hähner-Springmühl.

Baustelle der Schule am Opferweg. Foto: Ralf Julke

In der Gnadenkirche Wahren sind ab Freitag „BodenSchätze“ aus sieben Jahrtausenden zu sehen

Für alle LeserDass sich die Bauarbeiten an der Schule am Opferweg um ein Jahr verzögerten, hat auch damit zu tun, dass den sächsischen Archäologen hier nach Abriss einiger älterer Gebäude die Gelegenheit gegeben werden musste, den historischen Untergrund zu untersuchen. Immerhin wusste man vorher schon, dass man hier einen der ältesten Siedlungsplätze in Leipzig hat. Deswegen heißt ja der Opferweg auch so: Er führte einst zu einer alten slawischen Opferstätte. Aber mit der Ausstellung in der Gnadenkirche geht es jetzt noch tiefer in die Geschichte.