Kerpen-Buir

2.000 Menschen halten „Schlagader“ des Rheinischen Braunkohlereviers besetzt – insgesamt 6.500 Menschen bei Ende Gelände Aktion

Ende Gelände Melder > Wortmelder  1

Rund 2.000 Ende Gelände Aktivist*innen halten seit 13.30 Uhr durchgehend die Hambach-Bahn bei Kerpen-Buir besetzt. Die Gruppe ist Teil einer massenhaften Aktion zivilen Ungehorsams, an der heute insgesamt 6.500 Menschen teilnahmen.

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„Wir sitzen hier an einem hochsensiblem Punkt von RWEs Kohlekomplex“, sagt Selma Richter, Pressesprecherin von Ende Gelände. „Aus Europas größter Kohlegrube kann gerade kein Gramm Kohle heraustransportiert werden. Wenn die Regierung und die Kohlekommission beim Klimaschutz blockieren, müssen wir den Kohleausstieg selbst in die Hand nehmen!“

An einem normalen Tag transportiert die Hambach-Bahn etwa 9.000 Tonnen Braunkohle pro Stunde aus dem Tagebau Hambach zu den drei umliegenden Kraftwerken. RWE selbst bezeichnet die Hambach-Bahn als „Schlagader des Reviers“.

„Wenn wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels verhindern wollen, müssen wir aus der Kohle und aus allen fossilen Energien aussteigen – sofort“, sagt Karolina Drzewo von Ende Gelände. „Dafür braucht es einen grundlegenden Wandel hin zu einer Wirtschaft, die nicht auf endlosem Wachstum und Naturzerstörung basiert.“

Grüne und Linke fordern Sachsens Regierung auf: Regiert endlich!

https://new.l-iz.depolitik/sachsen/2018/10/Gruene-und-Linke-fordern-Sachsens-Regierung-auf-Regiert-endlich-239513?highlight=braunkohle


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1 Kommentar

  • Olaf

    In Leipzig geschieht seit etlichen Jahren das Gegenteil.

    Wie sollen die Bürger von Heuersdorf oder Pödelwitz Unterstützung oder wenigstens Verständnis erhalten, wenn „die Politik“ (hier einträchtig die regionale Groko oder sollten man besser sagen die „Nationale Front“? Für die Jüngeren oder DäDäRä-Verklärer, das war der Zussammenschluß der DäDäRä-Parteien) den Braunkohleabbau mit einem Schautagebau hofiert und Schulklassen durchgeschleust werden somit den Kindern die vermeintliche Notwendigkeit des Braunkohleabbaus vermittelt und dessen Folgen nicht nur nicht thematisiert (Heimat- und Umweltzerstörung) sondern völlig falsch dargestellt und verklärt werden („schöne neue Seen“)?
    Da muß man sich über sächsische Kohle- und Umweltpolitik nicht wundern.
    Auch nicht darüber, daß es dagegen kaum Widerstand gibt.

    Köpping hat an dieser falschen Politik wesentlichen Anteil. Aber nicht nur sie.

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