Schulmuseum lädt zu Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden und ehemaligem Leipziger Schlomo Samson ein

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Im Gedenken an die Reichspogromnacht vor 80 Jahren wird der ehemalige Leipziger Bürger Schlomo Samson am Dienstag, 6. November, und am Mittwoch, 7. November, jeweils um 10:00 Uhr, auf Einladung des Schulmuseums Leipzig im Ariowitschhaus (Hinrichsenstraße 14, 04105 Leipzig) seine persönliche Geschichte als Holocaust-Überlebender erzählen.

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Das Zeitzeugengespräch findet im Rahmen eines Themenschwerpunktes zu „Widerstand in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts“ statt, den das Schulmuseum zum Jahr der Demokratie 2018 durchführt und in dessen Rahmen zahlreiche Zeitzeugengespräche, Lesungen und Filmvorführungen mit Schülerinnen und Schülern durchgeführt werden.

Schlomo Samson – ein Überlebender des Holocaust

Schlomo Samson wurde 1923 in Leipzig geboren und wohnte in der Gustav-Adolf-Straße 21, später in der Gottschedstraße. Er besuchte zunächst die 40. Volksschule (heute Sportmittelschule), später die Carlebachschule. 1938 wurde die Familie Samson auseinandergerissen: Im Januar 1938 wurde der Vater des Landes verwiesen, wenige Monate später auch sein Sohn Schlomo aufgrund eines harmlosen Schülerstreiches.

Die Mutter flüchtete mit dem jüngeren Bruder 1939 erst nach Belgien, später in die Niederlande. Schlomo Samson wurde nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Holland in das Arbeitslager Westerbork deportiert, später nach Bergen-Belsen, wo die Familie erstmals nach der Vertreibung und Flucht wieder zusammenkam.

Schlomo Samson kam 1944 zusammen mit seinen Eltern und seinem Bruder Siegfried auf die sogenannte „Palästina-Liste“, um gegen deutsche Gefangene in Palästina ausgetauscht zu werden. Er erkrankte 1945 an Flecktyphus und wurde noch am 9. April 1945 auf einer Irrfahrt im Güterwagen durch Deutschland transportiert.

In der Niederlausitz (Tröbitz) wurden Schlomo Samson und wenige Überlebende dieses Transportes am 23. April 1945 schließlich von der Roten Armee befreit. Schlomo Samson lebt seit 1946 mit seiner Familie im religiösen Kibbuz Schluchoth an der jordanischen Grenze.

Der Eintritt ist frei, Anmeldungen von Schulklassen ab Klassenstufe 9 sind ab sofort möglich.

Das Schulmuseum Leipzig bittet um Anmeldung unter schulmuseum@leipzig.de oder Telefon 0341/123-1144

Israel intensiv: Shukran und Toda oder „Come back“

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