Wie weiter mit dem Leipziger Auenwald?

Die Sicht des NABU und der Offene Brief zum Forstwirtschaftsplan

Für alle LeserAm Mittwoch, 24. Oktober, steht als Punkt 18.1 auch der Forstwirtschaftsplan der Stadt Leipzig auf der Tagesordnung des Stadtrates. Am Wochenende machte ja dazu schon ein Offener Brief der beteiligten Wissenschaftler von sich reden. Erstmals gibt es ja in Leipzig überhaupt eine öffentliche Diskussion zum Umgang mit dem Auenwald. Die Positionen sind verschieden. Am 19. Oktober hat der NABU die Gelegenheit genutzt, die Stadträte mit seiner Sicht auf den Wald vertraut zu machen.

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Dem Naturschutzbund NABU war es ein Anliegen, Stadträten und Fachpolitikern einen Einblick in ökologische Zusammenhänge, naturwissenschaftliche Forschung und naturschutzfachliche Ziele im Leipziger Auenökosystem zu geben. Der NABU hatte deshalb am Freitag, 19. Oktober, die Leipziger Stadträte zu einer Exkursion durch die Burgaue eingeladen.

Wissenschaftler und Naturschützer haben die Teilnehmer auf dem Rundgang durch den Auwald geführt und vor Ort Fragen beantwortet: Prof. Dr. Christian Wirth (Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung iDiv und Universität Leipzig), Rolf Engelmann (Verein zur Förderung der Umweltbildung und Umweltforschung ENEDAS), Dr. Peter Otto (Universität Leipzig), Theresa Warnk (Bund für Umwelt und Naturschutz BUND), René Sievert (NABU Leipzig), Dr. Maria Vlaic (NABU Leipzig).

Die Exkursion am Nahleauslasswerk. Foto: NABU Leipzig
Die Exkursion am Nahleauslasswerk. Foto: NABU Leipzig

Nach der Begrüßung erläuterte René Sievert, dass für einen intakten Auwald Hochwasserereignisse notwendig sind, diese wieder zuzulassen sei ein wichtiges Ziel des Naturschutzes. Daneben sei eine naturverträgliche Forstwirtschaft notwendig, um die Biodiversität des Leipziger Auenökosystems zu erhalten.

Die Wissenschaftler gaben zu bedenken, dass ein „Nichtstun“ dazu führen würde, dass der gegenwärtige artenreiche Hartholzauwald sich zu einem Bestand von Ahorn entwickeln würde, der künftige Hochwasserereignisse nicht überstehen könnte.

Das Projekt „Lebendige Luppe“ nutzten die beteiligten Wissenschaftler, um in mehreren Einzeluntersuchungen den Auwald gründlicher zu untersuchen, als es ohne dieses Projekt je möglich gewesen wäre.

Prof. Dr. Christian Wirth berichtete von langjährigen Forschungen im Leipziger Auwald, beispielsweise am Auwaldkran, wobei unter anderem festgestellt wurde, dass die Eiche die Auwaldbaumart ist, die die meisten Tier- und Pilzarten beherbergt, sich aber aufgrund der fehlenden Hochwasser durch Naturverjüngung nicht vermehren kann.

Rolf Engelmann informierte die Teilnehmer über aktuelle Erkenntnisse zum sogenannten „Eschentriebsterben“, das dazu führt, dass nicht wenige Eschen im Leipziger Auwald absterben, weshalb viele von ihnen gefällt werden, was ursprünglich erst im Verlauf mehrerer Jahre geplant war. Des Weiteren informierte Rolf Engelmann über die Förderung der ökologisch besonders wertvollen Stiel-Eiche, die unter den derzeitigen Bedingungen nur durch forstwirtschaftliche Maßnahmen vermehrt werden kann.

Über den Auwald als Lebensraum bedrohter Arten sprach Dr. Maria Vlaic und erläuterte Artenschutzmaßnahmen des NABU, wie die Revitalisierung von Still- und Fließgewässern in der Aue. Über einen besonders seltenen Bewohner des Leipziger Auwalds informierte Theresa Warnk, über die Wildkatze. Dass sie im Auwald heimisch sei, beweise dessen herausragende Bedeutung als Lebensraum. Er ist der einzige bekannte Fundort der Wildkatze in Sachsen, wo die Tiere leider von anderen Vorkommen isoliert sind. Einen Waldverbund herzustellen, sei deshalb ein Ziel des Rettungsnetzes Wildkatze des BUND.

Dr. Peter Otto erläuterte die Bedeutung von Totholz und kam zudem auf die oftmals übersehenen Auwaldbewohner zu sprechen, auf Flechten und Pilze. Sie spielen als Zersetzer im Stoffkreislauf des Auwalds eine wichtige Rolle und sind eng mit einzelnen Baumarten verbunden.

Abschließend erläuterte René Sievert die Zusammenarbeit der Naturschutzverbände mit dem Stadtforst und verdeutlichte, dass die ehrenamtlichen Möglichkeiten der Vereine nicht ausreichen, um den Artenschutz bei Forstarbeiten sicherzustellen. Die Naturschutzbehörde oder die Abteilung Stadtforst benötigen Personal, das dafür zuständig ist, beispielsweise für die Erfassung von Höhlenbäumen oder gesetzlich geschützter Arten.

Zudem gebe es weiteren Forschungsbedarf. Für solche Forschungsarbeiten und für mehr Naturschutzpersonal baten die Wissenschaftler und Naturschützer die anwesenden Politiker um das nötige Geld und forderten, den Auenschutz stärker in die Entscheidungen der Stadträte einfließen zu lassen.

„Bei der Exkursion ging es um die Darstellung von Fakten, die in der aktuellen Debatte von anderen vielfach ignoriert oder verfälscht werden, für ihre Entscheidungen sollten den Stadträten fundierte Hintergrundinformationen gegeben werden; der Forstwirtschaftsplan im Einzelnen war hingegen nicht Gegenstand der Exkursion“, so der NABU.

Aber thematisiert wurden der Forstwirtschaftsplan und die Kritik des NuKLA daran dann am selben Tag durch den Offenen Brief an den OBM. „Ich persönlich finde es prinzipiell gut, wenn in der Öffentlichkeit über Wald gesprochen wird“, betont Christian Wirth. Und auch die gegenteiligen Positionen gehören in diese Diskussion. Und auch Emotionen.

Wir packen den Offenen Brief hier einfach mit drunter, damit sich jeder selbst ein Bild von der Diskussion machen kann.

Der Offene Brief an den OBM.

NuKLA-Antwort „zerpflückt“ die LVZ-Meldung zum „Offenen Brief“, der die NuKLA-Thesen „zerpflückt“

https://new.l-iz.depolitik/leipzig/2018/10/NuKLA-Antwort-zerpflueckt-die-LVZ-Meldung-zum-Offenen-Brief-der-die-NuKLA-Thesen-zerpflueckt-239689

 


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8 Kommentare

  • Olaf

    Mitglieder des Nabu haben sich entrüstet gezeigt, auf diese Führung im Zusammenhang mit dem anstehenden Beschluß zum Forstwirtschaftsplan hingewiesen und die Frage, was sie denn für ein perfides Spiel trieben. Diese Führung stünde in keinem Zusammenhang, nein! Das sei Unterstellung.
    Nun ja, Die 11 „Wissenschaftler“, die einen nicht so offenen Brief schreiben um weitere Rodungen im Auwald zu begründen, führen zusammen mit dem Nabu die Stadträte vor Beschlußfassung zum Forstwirtschaftsplan durch den Wald, um „aufzuklären“.
    Nein, das stimmt so nicht ganz. Richtig betrachtet sind mit den versammelten „Wissenschaftlern“, Nabu, BUND, Ökolöwe und Stadtforst wer versammelt? Richtig die vom Stadtförster Sickert ganz demokratisch handverlesene Truppe namens „AG Stadtwald“. Ein nicht demokratisch legitimiertes Gremium. Das sieht doch ganz wie eine konzertierte Aktion aus? Mit der gaaaanz unabhägig die Stadträte „informiert“ werden sollen?
    Der Fisch stinkt vom Kopf. Und Sickert ist nicht der Kopf. Jung und Rosenthal lassen grüßen.

    Der Nabu (Dr. Vlaic) ist Teil des Projektes „Lebendige Luppe“ und verdient ordentlich Geld damit. Prof. Wirth (Uni Leipzig, iDiv) und UFZ ebenso. Was sollen die zum Projekt sagen? Das es Unsinn ist? Engelmann beschäftigt sich seit Jahren mit seinem Auwaldkran mit sich selbst.

    Die Herrschaften hatte vor kurzem Gelegenheit, sich umfassend über mehrere Tage zum Thema auszutauschen, Erfahrungen weiterzugeben, Erkenntnisse zu besprechen, neue Entwicklungen zu beleuchten. Zum 2 Internationalen Auenökologiesymposium in Leipzig Anfang September. Diese Gelegenheit wurde nicht nur nicht genutzt, sie wurde ausgeschlagen. Diese Herrschaften verfolgen mit Sicherheit Ziele. Ein natürlicher, sich selbst regulierender Auwald gehört augenscheinlich nicht dazu.

    Das iDiv hat gerade sinnigerweise aktuell auf seiner HP stehen, daß die Natur sich selbst überlassen werden soll. Vielleicht sollte Engelmann von Enedas den Beitrag mal lesen? Doch auch ohne diese Lektüre sollte Engelmann klar sein, daß auch mit Fällung der Eschen wegen des Eschentriebsterbens nicht eine Spore des verantwortlichen Pilzes aus dem Wald kommt. Es sei denn, es werden alles Eschen gefällt und der Bewuchs mit neuen Eschen verhindert. Das Roden der Eschen nützt nicht nur nichts, es ist auch noch schädlich. Denn es wird verhindert, daß sich Resistenzen bilden können.

    Bis man den Auwald „in Ruhe“ lassen kann, ist es allerdings noch ein weiter Weg.Denn um das dringend erforderliche Wasser in den Auwald zu bekommen sind noch einige Eingriffe nötig. Das Projekt Lebendige Luppe ist es jedoch nicht. Denn neben sinnlosen gravierenden Eingriffen hierfür in den Auwald (die Genehmigungsfähigkeit für das Projekt ist noch lange nicht gesichert) fehlt das Wesentlichste – eine Verbindung mit dem Grundwasser. Ohne die Luppe „anzufassen“ geht gar nichts. Es wird nur ein Ökodineyland geschaffen. Aber da kann man ja schön weiter „forschen“.

    Seit über 25 Jahren wird diskutiert, daß Wasser in den Auwald kommen muß. In seinem nicht so offenen Brief bezieht sich Prof. Wirth auf die Thesen von Prof. Müller. Zu Recht. Doch zu spät. Seit über 25 Jahren wird nichts getan. Deshalb ist die Berufung auf Prof. Müller fadenscheinig. Ein Feigenblatt. 25 Jahre kiloweise Papier vollschreiben und einen Status quo erhalten um jahrelang Geld abzufassen – da kann man heute schlecht anderes sagen, als die 25 Jahre zuvor.

  • J.

    Mir tut der NABU auch ein wenig Leid. Mir kommt es eher vor, als hängt er da irgendwie mit drin, möchte aber auch nicht daran beteiligt sein, ist es dann aber doch irgendwie.

    Vielleicht ist es dem NABU auch nicht so ganz klar, was er will oder meint zu diesem oder jenem.

    Nun ist das in so einem Verein mit vielen Leuten sicher auch nicht einfach, selbst in sich einen Konsens zu finden.

    Aber Zeit wär es vielleicht, da zu Potte zu kommen.

    Wie viele andere kommt mir der NABU auch überfordert vor und ich nehme diese Thematik ebenfalls als gigantisch wahr. Alles andere als einfach. Ein Schutzgebiet, dass irgendwie alles sein soll und vielen Menschen dennoch im Weg steht. Veränderungen im Auwald, von denen niemand weiß, was sie bewirken werden. Vielleicht wird vieles auch gar nicht so dramatisch, wie manch Wissenschaftler sich das ausmalt. Wer hat schon eine Glaskugel, die präzise in die Zukunft schauen kann, um jetzt genau sagen zu können, wie stark das Eschentriebsterben ausfallen wird oder wie trocken 2019, 2020 oder 2021 oder… sein werden. Vielleicht wachsen die Eichen in 5 Jahren wie Unkraut. Vielleicht spielt das Wetter auch verrückt und wir haben die kommenden Jahre sintflutartige Regenfälle. Vielleicht wäre es auch mal interessant, an Stellen, wo es möglich ist, zu schauen, wo die weitere Sukzession hinführt. Und in meinen Augen könnte es auch interessant sein, auch kleine (!!!) Mittelwaldflächen in der Aue zu haben und zu beobachten. Wenn man die nicht gerade da errichtet, wo eine vom Aussterben bedrohte Art ihr Refugium hat. Dann muss man sowas eben an einer anderen Stelle machen.

    Alle sind sich aber seit Jahren einig, das Wasserdynamik fehlt, und klar, es ist ein Auwald, ohne Wasser geht da eigentlich gar nichts voran. Nur ist das „Wann“ ja das Ding. Jetzt? Oder in 100 Jahren? Oder in 300 Jahren? Wenn man Hainbuchen wenige Meter von der Pausnitz entfernt pflanzt, geht man städtischerseits davon aus, dass es dort langfristig keinen richtigen Auwald mehr geben wird. Wenn man Linden in die eigentlich feuchten Senken (nahe der ehemaligen Rödel) der Nonne pflanzt, sollen die dort auch alt und groß werden. Wie alt werden Linden? Bis sie hiebsreif sind, wird es auch dort – so plant man ja städtischerseits – keinen Auwald geben. Und auch Äpfel und Eichen in den ehemaligen Flussbetten (Schwarze Lache) der Burgaue, komplett erhaltene Flussbetten, denen nur Wasser fehlt, pflanzt man jetzt dorthin, damit sie dort stehen, bis sie alt bzw. hiebsreif sind. Auch da plant man so, als ob man dort keinen Auwald mehr erwartet für über 100 Jahre und mehr.

    Und weil die Stadt keinen richtigen Auwald mehr will, maximal an der Lebendigen Luppe, weit weg wo Natur keinen stört, meint man, einen tollen Kompromiss gefunden zu haben und baut alles hauruck zu einem Eichen-Hainbuchenwald mit Linden um. Auch ein Eichen-Hainbuchenwald mit Linden kann übrigens was Schönes sein und so ein Wald kann auch artenreich sein, nur ein Auwald ist das dann nicht mehr. Naja. Eichen-Hainbuchen-Wälder brauchen dann auch kein Wasser mehr, man muss keine Angst vor Mücken zu haben und man kann besser drin Boot fahren (weil die Flüsse nicht revitalisiert werden müssen und weiter zu Kanälen ausgebaut werden können).

    Und dann lese ich solche Briefe, wo man sich rechtfertigt und denke: das kann nicht Euer Ernst sein.

    Man arbeitet ernsthaft mit zwar wichtigen und interessanten, aber teilweise jahrzehntealten Studien?

    Was genau sagt denn eine Biotopbaumkartierung von 1998 und 2006 heute noch aus, wo a) viele Biotopbäume inzwischen wahrscheinlich das zeitliche gesegnet haben und b) ganz andere Bäume inzwischen neue Biotopbäume geworden sind?

    Was sagen Forschungen am Auwaldkran aus über etwaige Vorkommen von FFH-Arten bspw. im südlichen Auwald?

    Und so weiter und so fort.

    Vor allem kann man ganz klar lesen, dass man (bewusst?) vieles nicht versteht (oder vielmehr nicht verstehen will?) und weiteres sogar (bewusst? Weil es dann besser passt?) falsch wieder gibt.

    Wie es aussieht, ist das Schlimmste aber: die FFH-Arten scheinen in diesem FFH-Gebiet ja irrelevant zu sein, wenn man das alles so zusammenfasst? Man scheint der Meinung zu sein, ein langfristiges Monitoring beantworte zentrale Fragen nicht. Also ist es egal?

    Dabei geht es doch gar nicht nur darum, ob ein Monitoring irgendeine zentrale Frage lösen kann, so wichtig diese auch möglicherweise sei für das Große und Ganze (falls eine einzige Frage je so zentral sein kann bei so etwas Komplexem wie einer Aue).

    Die Monitorings sollen nur die Frage beantworten, wo seltene und bedrohte Arten leben, damit man deren Lebensstätten nicht zerstört (auch wenn man es theoretisch gut meint damit, was man dort tut, oder auch nur meint, es gut zu meinen).

    Der Auwald ist schlicht ein FFH-Gebiet. Diese Gebiete wurden danach ausgewählt, dass dort bestimmte, besondere Tierarten vorkommen, die zumeist auch selten und bedroht sind in Europa. Diese FFH-Gebiete sind dazu da, dass diese seltenen Arten in diesen Arealen leben und sich sogar noch weiter ausbreiten können, zusammen mit anderen Arten, die im gleichen Lebensraum vorkommen.

    Und damit diese seltenen Arten dort leben und sich die Lebensbedingungen für sie sogar noch verbessern, gibt es bspw. viele Vorschriften und Regelungen. Zum Beispiel sind Verträglichkeitsprüfungen vorgeschrieben. Und für die seltenen Arten gibt es auch recht klare Vorschriften, Vorschläge und Regelungen.

    So dürfen Lebensstätten dieser Tiere nicht beschädigt oder zerstört werden etc.

    Und bspw. die Mopsfledermaus ist so eine Art.

    Deswegen ist es doch logisch, dass es wichtig ist, herauszufinden, wo bspw. diese Art genau im Auwald vorkommt, wo sie Verbreitungsschwerpunkte hat usw., damit ihre Lebensstätten geschützt werden können (und das sind Bäume).

    Denn diese Art ist einer der Arten, die wirklich selten ist, sie ist eine sogenannte Art nationaler Verantwortlichkeit Deutschlands.

    Auch die Wildkatze und der Mittelspecht zählen übrigens zu diesen Arten.

    Wo brütet denn aktuell der Mittelspecht? 2013 gab es ja dann wohl eine Brutvogelkartierung, aber Mensch, wir haben fast 2019!

    Und da wird so salopp gesagt, interessiert uns nicht, kann man sowieso nicht abschätzen, ist den Herren und Damen Wissenschaftlern egal? Untersuchen sie erst, wenn sie Forschungsgelder dafür haben, bis dahin empfehlen sie das Zerstören möglicher Lebensstätten bedrohter Arten?

    Wenn man wenigstens vorher sowas ausschließt… bevor man solche Maßnahmen empfiehlt. Aber nicht mal das?

    Das muss ich nicht verstehen! Da kann man sich auch nur noch ins Bett legen und nicht mehr drüber nachdenken. Na dann gute Nacht.

  • Karl

    Schade. Aber das ist keine gute Diskussion, wenn man wissenschaftlich fundierten Untersuchungen wieder nur spekulative Unterstellungen und persönliche Diffamierungen entgegensetzt. Halt eben Nukla.
    Deshalb mal zu Fakten:
    1) Die angestellten Wissenschaftler des NABU im Projektbüro Lebendige Luppe bekommen für ihre hochwertige Arbeit als Gehalt deutlich weniger, als die Hälfte dessen, was gleichwertig qualifizierte Wissenschaftler in öffentlichen Einrichtungen (Universität, Naturschutzbehörden) verdienen. Diesen damit sinngemäß zu unterstellen, sie würden für gutes Geld ihre fachliche Integrität verkaufen, ist einfach haltlos.
    2) Was die Stiel-Eiche als naturschutzfachlich wertvollsten Baum unseres Leipziger Auwaldes betrifft. Wissenschaftlich unumstritten ist, dass die Steil-Eiche eine Lichtbaumart ist, die zum Keimen und zum Wachstum mehr Licht benötigt als viele andere Pflanzen. Da die Stiel-Eiche im ersten Jahr nach der Keimung viel weniger in die Höhe wächst, als z.B. die Brennnessel, hat sie in Konkurrenz zur Brennnessel keine Überlebenschance. Zudem macht die allgemeine Eutrophierung (Überdüngung mit Stickstoff- und Phosphatverbindungen) unserer Landschaft auch nicht vor unserem Leipziger Auwald halt. Sie erfolgt über die Luft und bei möglichem Hochwasser auch über unsere von Kläranlagen und Landwirtschaft überdüngten Flüsse. Diese Düngung fördert die Konkurrenten der Stiel-Eiche stärker, als die Stiel-Eiche selbst. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass es in den Feuchtwaldbereichen des Leipziger Auwaldes seit mehr als 100 Jahren keine wahrnehmbare Naturverjüngung der Stiel-Eiche mehr gibt. Alle Stiel-Eichen-Jungbestände im Leipziger Auwald wurden forstlich gepflanzt und die Jahre danach gepflegt. Wenn, wie spekulativ behauptet, die Naturverjüngung allein durch Überflutung wiederhergestellt werden könnte, warum hat sich dann nach dem Jahrhunderthochwasser 2013, welches durch die Burgaue, das Domholz , den Grünitz und den Kählig floss, trotzdem keine Stiel-Eiche natürlich etabliert? Für die Wiederherstellung einer kleinen Fläche mit Mittelwald war in der Burgaue wenige Monate zuvor eine 1,1 ha große Fläche Wald stark aufgelichtet worden. Auch hier hatten Stiel-Eichen-Jährlinge keine verbesserte Überlebenschance. Nach diesem Hochwasser mit einer Stärke, wie es statistisch bisher aller 130 Jahre auftrat, waren an Ahornen kaum Vitalitätsschäden wahrnehmbar, während viele Eschen in Verbindung mit dem Eschentriebsterben erhebliche Vitalitätseinbußen zeigten und im Polderrückstau im Kähling und Grünitz auch eingingen.

  • Olaf

    Ja nee, is klar Karl.

    Es gibt seit 75 Jahren überhaupt kein Wasser mehr….
    Und hier auf Details einzugehen, an welcher Stelle 0,5 ha Auwald doch mal etwas Wasser bekamen macht keinen Sinn. Denn es geht um Grundsätzliches und nicht um Kleinklein.
    Ein (!) Hochwasser bringt auch rein gar nichts. Und wenn es dumm kommt, bekommen wir auch mal ein 500jähriges Hochwasser;-) Womit sich für den Auwald allerdings auch nichts ändern würde. Es geht vielmehr um ständig wiederkehrende Hochwasser. I.V.m. Hochwasserschutz, den der Auwald wahrnimmt. Wahrnehmen könnte, wenn man den Auwald nicht vor Wasser schützen würde (und damit das ganze Wasser den stromabwärts liegenden Kommunen in die Häuser kippt, die dann noch höhere Dämme bauen müssen. Mit der Folge, daß die noch weiter unten liegenden Kommunen….).

    Im übrigen ist diese Argumentation völlig verkürzt, offenbart aber den Blick.
    Es geht vielmehr um das Ökosystem, es geht darum, in dieses Ökosystem dauerhaft und regelmäßig Wasser rein zu bringen. Es geht um das Fällen alter Bäume, es geht darum, der Natur Gelegenheit zu geben, sich selbst zu regulieren, es geht darum, daß der Auwald kein Wirtschaftswald ist, daß er der Naherholung dient und keine Spielwiese für Kettensägen und Motorboote wird. Es geht darum, daß sich der Auwald selbst reguliert und keine ABM für Wissenschaftler und Förster ist. Jedenfalls nicht als Selbstzweck. Das scheint aber der aktuelle Zustand zu sein.

    Und wenn die Wissenschaftler in Zeiten des Fachkräftemangels für das halbe Gehalt arbeiten – Hut ab vor so viel Altruismus. Allein, ich glaube es nicht. (Nicht daß sie für das halbe Gehalt arbeiten. Sondern daß sie für das halbe Gehalt arbeiten, wenn sie andernorts ein normales Gehalt bekämen. Entweder ist der Job nicht qualifiziert oder sie nicht oder sie machen eine Arbeit die eigentlich unnötig ist und ein Dritter just fur fun „etwas springen läßt“. Oder es geht gar nicht um die wissenschaftliche Arbeit sondern um etwas ganz anderes. Was ich vermute. Daß ein Job gemacht wird, um etwas ganz anderes zu begründen.)

    Deine „Fakten“ sind nicht nur dürftig. Sie sind keine Fakten. Im Lichte des gesamte Systems betrachtet.

  • Wolfgang

    Lieber Karl, lange habe ich nichts mehr von dir gehört, Du weißt, ich kommentiere seltenst.
    Nachfolgendes bekam NuKLA, ist halt eben NuKLA, über Nacht per Mail, scheinbar ein anderer Wissenschaftler, es gibt ja außer den 11 und sogenannten Fremden, welche angeblich keine Ahnung haben, auch in Leipzig noch etliche freie Wissenschaftler:

    Warum 11 Leipziger Wissenschaftlicher sich mit Kritik am Forstwirtschaftsplan lieber zurückhalten

    Groß angekündigt der offene Brief von 11 Leipziger Wissenschaftlern als Entgegnung zu dem offenen Brief des Naturschutzvereins NuKla bzw. der Grünen Liga und Professor Bernd Gerken, in dem inhaltliche Kritik an dem aktuellen Forstwirtschaftsplan geübt wurde und den Stadträten geraten wurde, diesen Plan abzulehnen.
    Zerpflücken wolle man die NuKla-Argumente, so wurde vermeldet, und so hat es die LVZ dann auch in ihrem letzten dünnen Artikel übernommen.

    Warum eigentlich diese große Aufregung? Kritik durch einen anerkannten Naturschutzverein an einem Plan, der mit großflächigen Eingriffen in ein europäisches Schutzgebiet, den Leipziger Auwald, verbunden ist, eigentlich doch eine ganz normale Sache und vorbildlich satzungsgemäß, ist doch genau dies die Aufgabe eines gewissenhaft arbeitenden Naturschutzvereins.

    Bei dem offenen Brief der 11 Wissenschaftler an die Stadträte fragt man sich dann allerdings, aus welcher Motivation heraus eine Stellungnahme zur anstehenden Abstimmung über den Forstwirtschaftsplan (FWP) im Stadtrat verfasst wurde, sollte man als Forschungseinrichtung doch eigentlich eher der Neutralität verpflichtet sein. Ein bißchen ist das den Wissenschaftlern auch bewusst, versuchen sie am Anfang des Briefes doch noch zu argumentieren, dass man nur „auf der Grundlage von evidenz-basierter Naturschutzforschung zu einigen wichtigen Punkten eine korrigierende Einschätzung gibt, die den Stadträten helfen soll, nächste Woche eine ausgewogene Entscheidung zu treffen. “ Das hält man dann aber nicht wirklich durch und bekennt sich am Ende zu folgendem Fazit: „In Bezug auf die Naturschutzstrategie des Leipziger Auwalds stimmen wir weitgehend mit den Aktivitäten des Stadtforsts überein.“ Also alles paletti. Keine Gründe für eine Ablehnung vorhanden…

    Sicherlich ist nicht zu beweisen, dass der offene Brief der 11 Wissenschaftler ein Auftragswerk der Abteilung Stadtforsten ist, aber eine solche Vermutung liegt doch zumindest mehr als nahe.

    Zunächst werden in dem offenen Brief der 11 Wissenschaftler Fakten geliefert, was alles in dem Auwald bislang erforscht worden ist. Tatsächlich ist hier auch vieles geschehen; dennoch ist auffällig, dass es vielfach Altdaten sind (naturschutzfachlich erhobene Daten drohen nach 5 Jahren zu veralten, das müsste auch den Wissenschaftlern bekannt sein), der Auwaldkran (durch Abteilung Stadtforsten unterstützt) erforscht nur eine Fläche von ca. anderthalb Hektar, Kartierungen zur sog. „Lebendigen Luppe“ betreffen nur einen Teilraum im nordwestlichen Auwald (die Wissenschaftler sind hier durch die Stadt Leipzig beauftragt) , Brutvogelkartierungen finden auf nur wenigen ausgewählten Probeflächen statt (ebenfalls im Auftrag von Stadtforsten) und Bachelor- und Masterarbeiten befassen sich prinzipiell mit sehr spezifischen Fragestellungen. Ein bißchen wird dann auch eingeräumt, dass man z. B. bei den bestehenden Mittelwaldflächen nicht wirklich weiß, ob das gut war und sein wird für die auwaldspezifische Artenzusammensetzung. Daher formuliert man das auch so, dass es ein nicht Eingeweihter kaum oder gar nicht verstehen kann (welcher Satdtrat verfügt schon über eine biologische Grundausbildung?).
    Überrascht ist man dann, oder auch nicht, dass über die Datendefizite, die eine Bewertung der durch den Forstwirtschaftsplan verursachten Eingriffe eigentlich unmöglich machen, nicht weiter geschrieben wird. So z.B. die Populationsstruktur der wichtigen Zielart des FFH-Gebietes Mopsfledermaus in den betroffenen Arealen des FWP, völlig unbekannt. Die Artenausstattungen in den Waldflächen, die durch Altdurchforstungen oder sog. Sanitärhiebe (z.B. in der Nonne und im Connewitzer Holz) viele alte Bäume verlieren werden, keine aktuelle Daten.

    Im weiteren beschäftigt sich der offene Brief mit der geplanten Baumartenzusammensetzung im Auwald. Zunächst wird der hohe Wert der Art Stieleiche beschrieben; sicherlich richtig, was auch von niemandem bezweifelt wird. In dem Fazit wird die derzeitige Festlegung des Stadtforsten (40 % Eiche, 20 % Esche usw.) für gut geheißen. Als eine erste Hypothese ist eine solche Zielstellung auch gar nicht schlecht. Andererseits wird aber auch gesehen, dass eine Wiedervernässung des Auwaldes zwingend erforderlich ist (Das ist ja auch die Hauptaussage von NuKla und Prof. Gerken!). Als Wissenschaftler sollte man wissen, dass dynamische Prozesse auch zu Entwicklungen führen können, die so nicht absehbar sind, zumal in einem Wald wie dem Leipziger Auwald, wo die ehemalige (ursprüngliche) Artenausstattung natürlicher Auwaldbereiche kaum bekannt ist (da seit sehr langer Zeit durch Einflussnahme durch den Menschen geprägt). Die gegenwärtige Praxis ist so, dass man jährlich auf mehr als einem Hektar durch Femelung Eichenjungkulturen etablieren möchte, wobei teilweise Altbaumbestände gerodet werden, die einen sehr hohen ökologischen Wert besitzen. Um zu sehen, wie das aussieht, gehe man einfach in das Waldgebiet der Nonne und schaue man sich das Femelloch am Schleußiger Weg an (dort wurden mehrere uralte Eschen gefällt) oder das hinter den neuen Forstschildern, ein Femelschlag von ca. 0,7 ha, der eher einem Kahlschlag aus Forstwirtschaftszeiten von vorgestern entspricht. Aber vielleicht kennen die 11 Wissenschaftler diese Flächen gar nicht? Wenn man dynamische Prozesse einfordert, dann muss man eine Zielangabe einer genauen Baumartenzusammensetzung auch als Hypothese betrachten, und sich ggf. auch umorientieren, ansonsten hat man Auenökologie nicht begriffen.

    Im Zusammenhang mit Redynamisierung heben die 11 Wissenschaftler dann das Projekt „Lebendige Luppe“ hervor, von dem sie sich anscheinend viel positives erwarten. Man muss wissen, dass die Wissenschaftler in starkem Maße über Kartierungsaufträge und Beratungsleistungen in das Projekt finanziell eingebunden sind. Über Sinn oder Unsinn dieses Projektes wird intensiv diskutiert (so z. B. auch in mehereren Artikeln der L-IZ) und auch die Landesdirektion als zukünftige Planfeststellungsbehörde hat im Rahmen des Scopings deutliche Kritik an den derzeitigen Planungen geübt und hegt größere Zweifel an der Genehmigungsfähigkeit. So sollen z. B. viele Hektar Auwald für die Neuschaffung eines Fließgewässers gerodet werden, während man das riesige Problem der Grundwasserabsenkung durch die Neue Luppe außen vor lässt. Aber vielleicht kennen die 11 Wissenschaftler auch die zu erwartenden Probleme, die durch das Projekt verursacht werden, gar nicht oder wollen diese lieber gar nicht kennen.

    Zum Thema Auflichtung von Beständen schreiben die 11 Wissenschaftler dann recht wenig. Sie weisen auf die Mittelwaldflächen hin und schreiben lapidar, dass bislang keine Neophyten gefunden wurden (was etwas merkwürdig klingt, denn sieht man sich ähnliche Freiflächen nach Femelungen an, z. B. in der Nonne, sieht man durchaus größere Bestände der Kanadischen Goldrute). Warum befassen sich die Wissenschaftler nicht mit der Argumentation, dass man zuerst die standörtlichen Gegebenheiten in Ordnung bringen sollte (also eine Vernässung überall dort, wo diese irgendwie möglich ist) und dann, also danach, überlegen sollte, was man womöglich forstpflegerisch machen könnte? Vielleicht weil Stadtforsten sich mit dieser Thematik nicht beschäftigt hat bzw. erst sehr langsam diese wichtige Aufgabenstellung für das FFH-Gebiet erkennt?

    Zum Theme Eichenverjüngung fällt den 11 Wissenschaftlern auch nur sehr wenig ein. Warum stellen sie keine Überlegungen an, wie man jenseits von 0-8-15-Femellöchern moderne Eichenverjüngungspraktiken etablieren könnte, z.B. durch gezielte Förderung von Eichennaturverjüngung in Bereichen, wo es ansatzweise eine solche bereits gibt, Einzelförderungen mittelalter Eichen oder gelenkte Sukzession in Flächen, die durch Sturmereignisse natürlicherweise geöffnet wurden. Vielleicht weil dafür keine Forschungsaufträge im Leipziger Stadtwald erteilt wurden? Oder weil dahingehendes Interesse fehlt?

    Zum Thema Totoholz gibt es dann sogar tatsächlich eine Forderung nach einer deutlichen Erhöhung, die aber durch Stadtforsten bereits konzeptionell vorbereitet werde. Hier bleibt also zu hoffen, dass nach dem nächsten Sturmereignis die betroffenen Flächen nicht einfach abgeräumt werden wie bisher.

    Vor dem Fazit werden die Stadträte dann noch über einige angebliche Ungereimtheiten des offenen Briefs von NuKla und Prof. Gerken „informiert“, damit es die Stadträte „nicht allzu sehr verwirre“. Eine der Ungereimtheiten läge in der Behauptung, dass sich der Zustand des Auwaldes verschlechtere. Ein Blick in den Managementplan zum FFH-Gebiet verrät, dass es sich bei dem Hartholzauwald (der wichtigste Bestandteil des Schutzgebietes!) um einen vom Verschwinden bedrohten Lebensraumtyp handelt. Ein zweiter Blick zeigt, dass es seitdem keine einzige wiedervernässende Maßnahme gab, im Gegenteil, die Deiche wurden sogar noch verstärkt. Wer dann NuKla und Prof. Gerken vorwirft, dass sie einen Widerspruch erzeugen, wenn sie ein fehlendes Monitoring anmahnen, will man ganz gezielt Sand in die Augen der Stadträte streuen! Noch merkwürdiger wird es, wenn dann kritisiert wird, die Behauptung, dass man über eine Geruchsprobe den schlechten Bodenzustand erkennen kann, sei falsch. Da will man den 11 Wissenschaftlern zurufen: Noch nie was über Schäden durch Harvestereinsätze gelesen? Geht doch mal in die Nonne auf die kahschlagartige Femelfläche, denn hier sieht der Boden eher wie ein Kartoffelacker aus als wie ein gesunder Waldboden, dafür braucht es auch keine „evidenz-basierte Naturschutzforschung“! Fast abstrus wird es dann, wenn behauptet wird, dass „Sonneneinstrahlung einen Auwaldboden nicht auslaugt, sondern anreichert“. Noch nie gelesen, das ab ca. 0,5 ha Femelloch o. ä. ein Offenlandklima erzeugt wird, das für einen Wald völlig untypisch ist und daher wohl auch nicht gut sein kann? Das Aufkommen von Brennessel und Holunder ist übrigens auch ein normales Phänomen auf Flächen, die durch anthropogene Bodeneingriffe stark geschädigt wurden (sog. Ruderalisierungserscheinungen), hat mit gesundem nährstoffreichen Waldboden auch nicht im geringsten etwas zu tun! Welches Ökologiehandbuch benutzen eingentlich die 11 Wissenschaftler?

    Warum thematisieren die 11 Wissenschaftler in dem offenen Brief eigentlich nicht die wahren ökologischen Schädigungen, die durch die Umsetzung des FWP drohen. Schirmhieb (zur Erzeugung von weiterem Mittelwald) in einem wertvollen Aktholzbestand ohne Kenntnis über die Populationsstruktur der Mopsfledermaus und ohne gesicherte Erkenntnisse über die Auswirkungen, die man auf den bestehenden Mittelwaldflächen beobachten kann: Ahornmonokultur in der unteren Schicht; Altbäume, die Jahrzehnte bis Jahrhunderte in einem geschützten Bestand waren, werden plötzlich einer massiven Sonneneinstrahlung (und das bei zu erwartendem Klimawandel) und Stürmen (die immer stärker und häufiger zu erwarten sein werden) ausgesetzt. Sanitärhiebe auf riesigen Flächen im Connewitzer Holz, durch die eine Menge an sog. Festmetern Holz geerntet wird, die mit einer bloßen Umsetzung der Vekehrssicherheit (die es im Wald ohnehin nicht gibt) rein gar nichts mehr zu tun haben. Die Auswahl der Bäume und Baumarten wird dabei völlig den Förstern überlassen. Ebenso bei den großflächigen Altdurchforstungen, zum Teil in FFH-Lebensraumtypen mit gutem Erhaltungszustand (z. B. Hainholz am Cospudener See); große Erntemengen sind möglich, die Umsetzung wird völlig den Förstern überlassen.

    Da fragt man sich schon, haben sich die Wissenschaftler überhaupt mit dem FWP beschäftigt, oder warum geht in dem offenen Brief (der doch eine Hilfe für die Stadträte sein sollte…) jegliche Kitikfähigkeit oder -bereitschaft völlig abhanden?

    In vielen Ländern werden (zu) kritische Wissenschaftler verhaftet, in Deutschland hat man es geschickter gemacht und die Drittmittelforschung eingeführt. Ein paar lukrative Aufträge an die Wissenschaftler, schon ist es um die Kritikbereitschaft geschehen und der hingehaltene Maulkorb wird freiwillig und gerne aufgesetzt. Der Wissenschaftler wird zum gut bezahlten Dienstleister degradiert. Jeder mag sich sein eigenes Urteil darüber bilden, ob dieser offene Brief von 11 (!!) Wissenschaftlern, die eigentlich der Wissenschaftlichkeit und Neutralität verpflichtet sein sollten, ein typisches Beispiel für diese Problematik in der Wissenschaftswelt von heute ist oder nicht.

    Nun lieber Karl ist ja aktuell alles in Ordnung, die Politik hat gestern entschieden, da konnten doch die Sektkorken knallen…….

  • m.k.

    Hoppla, da hat einer Ahnung von was. Da kann man NuKLA nur empfehlen, den 11en, die meinen, mit ihren tollen Kleidern vor die Menge stolzieren zu müssen, diesen Zuruf aus dem Volke, dass sie sich womöglich ziemlich nackig gemacht haben, zur Verfügung zu stellen. Es wäre eine freundliche Geste: Vielleicht bedeckt ja der/die eine von ihnen ihre/seine Blöße, bevor es gar zu peinlich wird.

  • J.

    Hallo Karl, erst einmal Verzeihung, dass ich erst jetzt auf Deinen Kommentar eingehe, aber ich hatte vieles zu tun und ich brauche auch immer etwas mehr Zeit zum nachdenken. In der Zeit wurde ja vieles weiter diskutiert, welches ich aber ausblenden möchte, um fokussiert auf Deine doch sehr wichtigen und interessanten Fragen einzugehen.

    Übrigens zu 1): würde ich persönlich dem Projekt „Lebendige Luppe“ sogar weitaus mehr Geld wünschen, wenn sie dann diese neue Lebendige Luppe auch schön groß machen. Ich wäre auch sehr dafür, dass Frau Dr. Vlaig dann auch noch die Schwarze Lache und die Berglache in der Burgaue gleich weiter zu neuem Leben erweckt. Es würden dabei wunderbare neue Habitate und Laichgewässer entstehen und die gesamte Burgaue als Schutzgebiet absolut aufwerten.

    Auch an der Kleinen Luppe hätte Frau Dr. Vlaig noch ein weites Betätigungsfeld für einige Jahre.

    Die Frage ist für mich nicht, dass Wissenschaftler käuflich sind. Das müssen sie nicht mal sein. Alles ist in meinen Augen bedingt in den gewachsenen Strukturen der Systeme, in denen Mensch einfach unweigerlich steckt. Letztlich entscheidet doch die Politik, wo welche Gelder bewilligt werden, was wichtig ist und was nicht. Wenn Mensch sich dann auf diese Gegebenheiten einstellt und versucht, im Rahmen dieser aktuellen Gegebenheiten dennoch etwas zu bewegen, ist das nicht mal gekauft. Es ist irgendwo auch Realismus, aber wichtig bleibt es, trotz menschlich geschaffener politischer Umstände dennoch Mehr zu fordern für Natur- und Umweltschutz.

    Denn wenn wir nichts fordern und in den kleinen Rahmen bleiben, welche uns von der Politik eingeräumt werden, werden wir die großen Probleme (Insektensterben, Artensterben, Vernichtung von Lebensressourcen wie Wasser, Luft und Erde) auch weiterhin nicht wirksam angehen können.

    Andere mögen dies natürlich anders sehen. Nun ja, dann sehen sie es eben anders.

    Ich denke ja, ohne Geld würde es das Projektbüro „Lebendige Luppe“ nicht mal geben. Den Leute darin nun vorzuwerfen, sie würden sich verkaufen, ist streng genommen sogar recht witzlos. Sie sind dort angestellt und nun arbeiten sie da. Der Rahmen, wie sie und was sie dort arbeiten (können) wird ihnen schlicht vorgegeben. Und sie können sich innerhalb dieser finanziellen, räumlichen und politischen Limitierungen auch nur begrenzt bewegen. Das ist völlig banal und jeder, der einmal in einem Anstellungsverhältnis war, kann dies auch nachvollziehen.

    Theoretisch könnte man nun sagen, jeder, auch ein Wissenschaftler, kann sich seinen Arbeitgeber aussuchen. Nur, wo gibt es denn solche Projektbedingungen, wie es sich der eine oder andere vielleicht eher wünschen würde? So einfach ist dies nicht. Das Leben ist leider kein Wunschkonzert und der Politik ist Naturschutz doch allzuoft eher im Wege, der soll zwar irgendwo stattfinden, aber bitte nur irgendwo, wo er niemandem im Wege ist. Dies ist eine fatale Denkweise, welche aber doch weltweit verbreitet ist.

    Naturschutz darf Unternehmen nicht in ihrem Gewinnstreben stören, Naturschutz darf dem immer weiter ausufernden Verkehr nicht im Wege sein, Naturschutz darf die Anwohner nicht stören, Naturschutz soll auch dem Freizeitsportler nicht im Wege sein und dem vergnügungssüchtigen Publikum erst recht nicht!

    Logisch, dass dann Gelder für Naturschutz auch nur so bewilligt werden, dass Naturschutz nur so stattfindet, wo er niemanden beeinträchtigt. Am besten nirgendwo oder irgendwo in einer abgelegenen Ecke. Zentrale Gebiete, wo viele Interessen aufeinander prallen, werden ausgespart und umschifft.

    Leider aber braucht Natur größere Freiräume. Die Flüsse brauchen mehr Platz, die Insekten brauchen mehr ungenutzte Flächen, die Tiere mehr Wanderkorridore… die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Doch dafür müsste Mensch sich einschränken an mancher Stelle, oder auch besser gesagt, umdenken und Naturschutz anders als Einschränkung konnotieren, vielmehr sollte man diesen als relevanten Raum, in dem Ressourcen bewahrt werden und natürliche Prozesse (auch für den Menschen!) ablaufen, begreifen. Doch davon sind wir (auch global gesehen) Lichtjahre entfernt.

    Ja nun, und dann gibt es endlich mal kleine Projekte, die begrenzt sind und auch begrenzt gemacht werden… ich denke, es ist durchaus konstruktiver, kleine Projekte nicht pauschal zu diffamieren, sondern über die Art und den Rahmen derer zu diskutieren.

    Wie oben gesagt: es gäbe viel zu tun für dieses Projekt, und es wäre zu wünschen, wenn es einen größeren Rahmen bekäme anstatt nur auf kleinem Raum wirken zu dürfen. Denn ich fürchte, das Projekt wird umso wirksamer sein für die Natur, je mehr Raum und Stellenwert man dem Projekt einräumt.

    Doch nun zu Deinem Absatz 2). Da will ich ja eigentlich was zu sagen.

    Nun, die Artenvielfalt einer Aue kommt nicht allein durch Stieleichen zustande, sondern durch die vielfältigen Lebensräume, welche durch natürliche und vitale Flussdynamik geschaffen werden. Diese Artenvielfalt hat in einer normalen Aue ja auch ihren Schwerpunkt bei Lebewesen, die in vielfältiger Art und Weise mit dem Wasser verbunden sind. Oder salopp gesagt: Moorfrosch, Rotbauchunke und Schlammpeitzger können unter Stieleichen ohne Wasser auch nicht überleben.

    Bedeutet doch also auch: erstmal ist diese natürliche und vitale Flussdynamik das vordergründigste in einer Aue, oder?

    Dennoch sind Stieleichen natürlich wichtige Bäume in einer Aue. Übrigens steht in einer interessanten Publikation aus den 50er Jahren, dass es auch schon um 1900 Probleme mit der natürlichen Eichenverjüngung gab. Ab diesem Zeitpunkt begann sich übrigens auch die Aue hier zu verändern. Sie wurde nach und nach trocken gelegt, die Flussdynamik wurde immer mehr beschnitten. Aber auch zog sich in dieser Zeit die Viehhaltung und Weidewirtschaft immer mehr aus der Aue zurück: Leipzig wurde eine moderne Großstadt. Und ja, natürlich gab es damals auch schon mehr Eutrophierung!

    Übrigens stehen in der Burgaue an einem verstecktem Ort ein paar Stieleichen, die um 1907 noch auf Inseln standen zwischen Schwarzer Lache und Berglache. Die stärkste hat einen Durchmesser von 3,40 m. Ich bin mir nicht sicher, aber es ist gut möglich, dass solche versteckten Exemplare auf ehemaligen Inseln tatsächlich von selbst dort gewachsen sein könnten. Dies aber nur als kleiner Einwurf.

    Nun zu Deinem Einwand, es hätte doch 2013 ein Hochwasser gegeben und es hätte doch keine nennenswerte Eichenverjüngung gegeben.

    Naja, so einfach ist es leider nicht. Genausowenig wie ein wenig Auflichtung an mancher Stelle ausreicht für die Eiche, genausowenig reicht eine einmalige Überflutung aus.

    Ich geh mal die Dinge durch, die mir dazu einfallen und die bedacht werden könnten:

    a) Das Hochwasser 2013 war alles mögliche, aber leider kein natürliches Hochwasser. Das Wasser wurde angestaut und dann auf einmal in die Aue gelassen, korrekt? Solche Flutungen sind leider sehr naturfern. Ein natürliches Hochwasser kommt direkt vom Fluss und steigt langsam, geht langsam über Land und verschwindet auch langsam. Vor allem arbeitet der Fluss dabei direkt in der Aue, bspw. durch Sedimentverlagerungen, der Bildung neuer Fließe und Senken. Eine solche Dynamik war 2013 nicht mal im Ansatz möglich (leider!).

    b) Um das Auen-Edaphon neu zu beleben, welches möglicherweise auch sehr großen Einfluss hat auf die Vegetation über der Erde, braucht es wahrscheinlich auch mehrere Hochwasser (kleinere, größere, wie es kommt). Leider gibt es hierzu kaum Forschungen (ist ja auch weltweit ein kaum erforschtes Gebiet).

    c) Eichen verjüngen sich nur unter ganz bestimmten klimatischen Gegebenheiten, worüber ich schon vieles von Forschern gelesen habe und auch vieles noch nicht erforscht sein soll. Nun ja, schau, also selbst wenn es ein Jahr mal eine künstliche Überflutung gab, dann hätte dieses zufällig auch noch mit den klimatischen Bedingungen zusammen treffen müssen, damit die Eichen keimen und auch groß werden.

    d) Das Keimen ist hier ja nicht allein das Problem, man findet immer mal kleine Eichen im Auwald, nur das Großwerden ist schwer. Also bräuchte es, auch so gesehen, mehrere Jahre in Folge mit natürlichen Hochwassern, die die Jungeichen gegenüber den anderen Arten überleben lassen, oder?

    e) Pflanzengesellschaften brauchen zudem generell doch etwas Zeit, um sich auf neue Umweltbedingungen einstellen zu können. Auch hier ist ein einmaliges Ereignis zu wenig…

    f) Polder in einer Aue sind nichts Natürliches. Polder können in einer Aue sogar äußerst unkonstruktiv sein. Deswegen würde ich Vorgänge auf Polderflächen nicht so ohne weiteres auf natürliche Auen ableiten. dafür sind beide Typen zu unterschiedlich.

    Mir ist es übrigens durchaus bewußt, dass auch eine natürliche Flussdynamik u.U. kein Allheilmittel für die Stieleiche ist. Diese Art leidet nach vielen Berichten besonders unter dem Klimawandel. Hier stellt sich die Frage: wie damit umgehen? Durchaus wahrscheinlich, dass eine großflächige Auendynamik so große positive Auswirkungen auf die Artenvielfalt hätte, dass die Eiche zwar dennoch wichtig, aber nicht ausschlaggebend wäre. Wahrscheinlich auch, das durch mehrjährige gesunde Auendynamik sich die Gesellschaften nach und nach zum positivem für die Eiche umstellen. Dennoch ist es deswegen in meinen Augen nicht falsch, Stieleichen im Auwald zu fördern, mir stellen sich dabei aber die Fragen:

    – In welchem Ausmaß?
    – In welchen Gebieten?
    – Mit welchen Mitteln?
    – In welchem Zeitraum?

    Sprich, müssen es 40% sein? Passen die Standorte, wo Aufforstungen geplant sind, überhaupt (bitte bedenke die trockenen Fließe und Senken!)? Könnte man nicht auf schwere Maschinen verzichten (und wenn nein, wo kann man auf sie verzichten)? Gäbe es noch andere Mittel zur Eichenverjüngung, welche man noch nicht (ausreichend) geprüft hat als die Mittelwaldwirtschaft? Wäre es nicht schonender, sich mehr Zeit für einen so massiven Umbau, wie er geplant ist, zu nehmen?

    In weiter nördlich gelegenen Flussniederungen gibt es übrigens absolut vitale und massive Eichenverjüngung, ich habe dort drei Meter hohe Stieleichen aus Brombeergestrüpp und aus Feldhecken wachsen sehen. Teilweise gibt es richtige Hecken aus Eichen aller Altersklassen. Ich versuche Dir ein Foto hier mit hochzuladen.

    Dort oben ist es aber auch nicht so trocken wie hier (gewesen).

    Ansonsten noch ein weiterer Ansatz: ich kenne Stieleichen in Auen vor allem da, wo es vor allem große Weidetiere gibt. Auch weiter nördlich wachsen die Eichen besonders da stark von selbst, wo es bspw. Kühe gibt. Hier wäre es doch interessant, mal Untersuchungen dazu anzustellen. Einst gab es hier ja in Leipzig große Flächen, die beweidet wurden (darum hieß der Kuhturm ja auch Kuhturm).

    Passenderweise wurde dieser Kuhturm um die Jahrhundertwende abgerissen, wenn ich mich nicht irre… kurze Zeit später, so heißt es in der alten Publikation, gab es Probleme mit der Eichenverjüngung.

    Du kennst ja meine Meinung. Kleinteilige Auflichtungen im Auwald kann die dortige Lebensgemeinschaft sicher vertragen. Und umsichtige Eichenanpflanzungen an passender Stelle sollten zum Schaden nicht sein. Doch ich wünschte mir mehr Sensibilität bei der Durchführung, dass man sich mehr Zeit nimmt, und auch anderes mehr ausprobiert, bevor man mit massiven modernen und schweren technischen Mitteln in kurzer Zeit in eine Lebensgemeinschaft radikal eingreift, ohne dieser das zu geben, was diese wirklich in einer Aue braucht.

    Und dieses ist nun mal die natürliche Flussdynamik. Diese hat in einem Auwald eigentlich die Priorität Nummer 1. Sonst wär’s ja kein Auwald geworden.

  • J.

    Hier ist eine der Eichenhecken mit allen möglichen Altersklassen.

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