Messerverbot? Irgendwie erinnert mich das an das uralte Volksmärchen vom Dornröschen..
Weil eine 13. Fee nicht zur Taufe eingeladen war, belegte sie die neu geborene Prinzessin mit dem Fluch, dass diese sich an ihrem 15. Geburtstag an einer Spindel zum Garn spinnen stechen sollte und daran versterben würde.
Daraufhin verbot der König die Spindeln, ungeachtet dessen, dass die Bevölkerung die Spinnräder mit ihren Spindeln benötigte, um Garn herzustellen als Grundlage für das Weben von Stoffen für Kleidung etc.
An ihrem 15. Geburtstag stach sich die neugierige Prinzessin, wie vorausgesagt, an einer heimlich von einer alten Frau betriebenen Spindel, weil sie keine Erfahrung hatte, damit umzugehen.
Eine gute Fee hatte den Fluch zu 100jährigem Schlaf aller gewandelt, während eine Dornenhecke das Land umgrenzte und vom Rest der Welt abschloss.
Im Märchen kämpft sich ein Prinz mit seinem Schwert durch die Hecke und küsst die Prinzessin und damit das Land wieder wach.

Wie auch die Ausnahmeregeln zeigen, ist ein Messer in erster Linie ein Werkzeug zum friedlichen Gebrauch (‘Kampfmesser’ sind doch schon verboten). Das wussten vermutlich schon die Steinzeitmenschen, die den Feuerstein zum Schaben und Schneiden verwendeten.
Ich vermute mal, dass die Anwendung als Waffe gegen Menschen (Pfeilspitze etc.) später kam und eher dem Kampf um knappe Ressourcen und dem Machtstreben Einzelner geschuldet war.

Nicht das Werkzeug ist das Problem, sondern ein Aufheizen der Stimmung gegen Menschengruppen, die zu einer gesteigerten Aggressivität führen soll und führt.
Die Ursachen der Kriminalität müssen bekämpft werden,
und da hilft nur eine aufmerksame, den Menschen zugewandte Gesellschaft.
Ein Staat der die Demokratie verteidigt und die menschliche Gesellschaft, die ihn darin bestärkt.