BSG Chemie Leipzig vs. Paderborn 0:3 – Stimmungsvolles Pokal-Aus

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Über 100.000 Euro hatten die Leutzscher für die Ausleihe der mobilen Anlage ausgeben müssen, da der DFB eine Verlegung des Spiels auf eine tageslichttaugliche Anstoßzeit abgelehnt hatte. Mit zahlreichen Aktionen sammeln die Grün-Weißen schon seit mehreren Monaten Geld ein, um zeitnah eine eigene dauerhafte Beleuchtung finanzieren zu können.

So trug die Mannschaft beim Pokalmatch ein Sondertrikot mit dem Slogan „Flutlicht für Leutzsch“ – das weitere Euro einspielen soll. Zudem hatte eine Kunstauktion am vergangenen Samstag immerhin 17.000 Euro ins Flutlicht-Säckel gespült. Weitere Ideen werden folgen.

Aufstellung zum Pokalspektakel unter Flutlicht. Foto: Jan Kaefer
Aufstellung zum Pokalspektakel unter Flutlicht. Foto: Jan Kaefer

In der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals gingen den Chemie-Kickern auf dem Rasen die Ideen allerdings recht schnell aus. Gleich in der 1. Minute hatten sie ihre einzige echte Torchance, als Kai Druschky auf der linken Seite enteilte, den Ball aber knapp am langen Pfosten vorbeischob.

Danach hatte der Favorit aus Paderborn das Spiel im Griff. Babacar Gueye staubte in der 18. Minute ab und brachte die Gäste mit 0:1 in Führung. Mit seinem Kopfballtreffer in der 28. Minute erhöhte Kapitän Uwe Hünemeier wenig später auf 0:2. Beiden Toren ging ein Eckball voraus, den jeweils Philipp Klement nach innen serviert hatte.

Chemie-Keeper Julien Latendresse-Levesque hat gerade den Gegentreffer zum 0:2 hinnehmen müssen. Foto: Jan Kaefer
Chemie-Keeper Julien Latendresse-Levesque hat gerade den Gegentreffer zum 0:2 hinnehmen müssen. Foto: Jan Kaefer

Nach der Pause wollten sich die Leutzscher noch einmal in die Partie zurückkämpfen. Ein übermotiviertes Einsteigen von Phillipp Wendt gegen Bernard Tekpetey ließ diesen Plan jedoch bald platzen, denn Schiedsrichter Christian Dietz schickte den Leipziger mit der Roten Karte vom Platz (55.). Nur fünf Minuten später war Gueye ein zweites Mal zur Stelle und sorgte mit seinem 0:3 (60.) für die endgültige Entscheidung.

Die Chemie-Fans auf den Rängen feierten ihr Team dennoch lautstark. Und auch BSG-Trainer Dietmar Demuth war hinterher trotz des Ausscheidens guter Dinge: „Wir haben uns nicht abschlachten lassen, die Jungs haben Charakter gezeigt, daher bin ich zufrieden mit dem, was wir hier abgeliefert haben.“

Florian Schmidt (Chemie) im Zweikampf mit Jamilu Collins. Foto: Jan Kaefer
Florian Schmidt (Chemie) im Zweikampf mit Jamilu Collins. Foto: Jan Kaefer

Sein Paderborner Gegenüber Steffen Baumgart war ebenfalls angetan – nicht nur vom Sieg, sondern auch von der Stimmung in Leutzsch. „Das war für mich heute ein geiler Fußballabend!“, lautete daher sein Fazit. Und es wird gewiss nicht der letzte geile Fußballabend im Alfred-Kunze-Sportpark gewesen sein.

Die Statistik zum Spiel:
http://www.fussball.de/spiel/bsg-chemie-leipzig-sc-paderborn-07/-/spiel/…

Die Stimmung auf dem Norddamm war erneut feurig. Foto: Jan Kaefer
Die Stimmung auf dem Norddamm war erneut feurig. Foto: Jan Kaefer

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