Jeder dritte Vollzeitbeschäftigte im Osten ist Geringverdiener

Sparen um jeden Preis? Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBillig müssen sie sein, die Arbeitskräfte. Auch weil andernorts noch billiger gearbeitet wird. Selten war der Druck auf gute Arbeit so groß wie heute. Trotz der lange gelobten „Hartz IV“-Politik. Was natürlich dazu beiträgt, dass gerade im Osten Deutschlands viele Arbeitskräfte zu Löhnen arbeiten, die die Gewerkschaft nur als Tarifflucht bezeichnet.

Die Arbeitsmarktreserve schmilzt wie Schnee an der Sonne

Entwicklung der freien Stellen seit 2012. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Für alle LeserEs gibt keinen Grund, die immer neuen Rekorde beim Rückgang der Arbeitslosigkeit in Leipzig zu bejubeln. Das ist das alte Verwalter-Denken, das einfach die statistische Abwesenheit großer Arbeitslosenzahlen als prima definiert, ohne sich im mindesten darum zu kümmern, zu welchen Konditionen gearbeitet wird und ob der „Arbeitsmarkt“ in Kürze überhaupt noch in der Lage ist, arbeitsfähige Bewerber bereitzustellen. Denn da wird es jetzt richtig dünne.

Sozialer Arbeitsmarkt (SAM) startet im Landkreis Mittelsachsen

Martin Dulig. Foto: SPD Sachsen

Mit dem Programm Sozialer Arbeitsmarkt Sachsen (SAM) werden seit Beginn dieses Jahres Langzeitarbeitslose unterstützt, um im besten Fall wieder in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu kommen. Jetzt startet es auch im Landkreis Mittelsachsen. „Jeder ist wichtig. Und deshalb wollen wir die gute Arbeitsmarktentwicklung nutzen, um mehr Langzeitarbeitslose in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen“, erklärt Arbeitsminister Martin Dulig.

ESF-Jahreskonferenz „Aus Chancen Erfolge machen“

Martin Dulig. Foto: SPD Sachsen

Mit dem Thema „Aus Chancen Erfolge machen – Arbeitsmarktintegration in Sachsen“ hat die heutige ESF-Jahreskonferenz offensichtlich ins Schwarze getroffen. Rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Vereinen, Verbänden, Unternehmen, Projektträgern, Verwaltung und Politik diskutieren heute in Hoyerswerda über die Programme, die in Sachsen mit Hilfe der Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) umgesetzt werden können.

Zahl der offenen Stellen in Leipzig wächst auf bald 8.000

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in SGB II und SGB III. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Für alle LeserIst der „Rekord“ nun ein Rekord – oder doch eher ein Fatum? Ein blinkendes Signal, das anzeigt, dass sich in der Arbeitsmarktpolitik gründlich etwas ändern muss? Denn mehrfach hat das Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle nun ja festgestellt: Der Mangel an Fachkräften wird zur Wachstumsbremse in Ostdeutschland. Und Leipzig prescht gerade auf einen neuen Höchststand zu – bei den unbesetzten Stellen.

IAB berechnet für Sachsen 2019 einen weiteren Beschäftigungszuwachs von 1,6 Prozent

Prognose für die Beschäftigungsentwicklung 2019. Grafik: IAB

Für alle LeserWenn in Deutschland Wachstumsprognosen und Arbeitsmarktentwicklungen berechnet werden, dann kommt das in der Regel immer irgendwie hin. Wenn nichts dazwischenkommt. Wirklich kluge Computer, die wirklich in der Lage sind, Entwicklungen hochzurechnen, gibt es noch nicht. Man behilft sich mit Formeln, die sich einigermaßen bewährt haben. Wenn etwa das BIP wächst, wächst irgendwie parallel auch die Beschäftigung. Und das wird wohl 2019 auch in Sachsen so bleiben, vermeldet die sächsische Arbeitsagentur.

Wegschmelzende Reserve, Altersabgänge und das ungelöste Dilemma der Beschäftigung von Ausländern

Gemeldete freie Stellen in Leipzig. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Für alle LeserAm Donnerstag, 30. August, veröffentlichte die Leipziger Arbeitsagentur die Arbeitsmarktzahlen für August. Man freute sich wieder emsig: Mit errechneten 6,6 Prozent Arbeitslosigkeit hat man wieder den Tiefstwert seit 1991 ereicht. Gegenüber dem August 2017 ist die Arbeitslosigkeit in der Stadt Leipzig um 2.553 Personen zurückgegangen.

146.000 Sachsen arbeiten befristet und besonders Berufseinsteiger sind betroffen

Befristeter Arbeitsvertrag. Foto: NGG

Für alle LeserAlle, wirklich alle Branchen klagen mittlerweile über Nachwuchsmangel. Die einen zu Recht. Die anderen zu Unrecht. Denn ein Missstand schreckt heute noch immer viele junge Menschen vor dem Erlernen bestimmter Berufe ab – die schlichte Tatsache, dass sie im Anschluss nur mit befristeten Arbeitsverträgen rechnen können. Auf solchen Verträgen kann man keine Familiengründung aufbauen, stellt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fest.

Wirtschaftsminister Martin Dulig: „Wirtschaft braucht gesteuerte Zuwanderung“

Martin Dulig, Landesvorsitzender der SPD Sachsen. Foto: Götz Schleser

Die Nachfrage der sächsischen Wirtschaft nach gut ausgebildeten Fachkräften ist so hoch wie noch nie. Zurzeit sind bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern etwa 40.000 Jobangebote gemeldet, die Mehrzahl davon Vollzeit und unbefristet. Immer häufiger fehlen in ausgewählten Berufen die Fachkräfte und es kommt zu Engpässen oder gar Mangel. Auch Ausbildungsbetrieben fällt es zunehmend schwerer, Nachwuchskräfte zu finden.

Leipzigs Arbeitsmarkt im Juli und der zunehmende Bedarf der endlich munter werdenden Behörden

Gemeldete Arbeitsstellen in Leipzig. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Für alle LeserAm Dienstag, 31. Juli, legte die Arbeitsagentur Leipzig die Arbeitsmarktzahlen für den Juli vor. Und ganz am Ende ging der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Leipzig, Steffen Leonhardi, wie gewohnt auch auf den Ausbildungsmarkt ein. Und da steckt unübersehbar ein Problem, denn die Zahl der freien Ausbildungsstellen ist zwar gestiegen – aber nicht so stark wie die Zahl der unversorgten Bewerber.

Auch die sächsische „Arbeitsmarktreserve“ schmilzt jedes Jahr um 10 Prozent

Kassensturz, schön übersichtlich. Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Reserve ist praktisch schon weg, auch wenn jetzt seit gut einem halben Jahr auch von Politikern und Arbeitsagenturen immerfort darüber berichtet wird, dass man jetzt endlich etwas tun müsste, nun auch noch die Langzeitarbeitslosen in einen Job zu bekommen. Es ist ein typischer Fall von Spätstart. Denn selbst die simpelsten Daten zeigen, wie gerade im Osten die sogenannte „Arbeitsmarktreserve“ wegschmilzt.

Mehr Chancen für Menschen mit Behinderung

vl: Klaus-Peter Hansen, VG der RD Sachsen der BA und Andreas Werner, Verbandsdirektor KSV, Foto: Agentur für Arbeit

Heute wurde im Integrationshotel Leipzig die Vereinbarung zum Ausbau der Zusammenarbeit zwischen dem Kommunalen Sozialverband Sachsen und der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit geschlossen. Damit vereinbarten die beiden Träger für Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben eine noch intensivere Zusammenarbeit. Ziel ist, dass die Menschen mit Behinderung künftig besser und schneller unterstützt werden.

Auch 2018 geht der Beschäftigungsaufbau in Sachsens Wirtschaft weiter

Beschäftigungsentwicklung in Sachsen. Grafik: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

Für alle LeserDer Beschäftigungsaufbau in Sachsen geht weiter. Auch im 1. Quartal 2018. „Im ersten Quartal 2018 gab es rund 2.051.600 Erwerbstätige in Sachsen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich deren Anzahl um 1,2 Prozent bzw. rund 25.000 Personen“, meldet das Statistische Landesamt. Es ist vor allem der Dienstleistungsbereich, der die Entwicklung antreibt.

Die Langzeitarbeitslosen verschwinden in den Ruhestand und die gemeldeten Arbeitsstellen erreichen Höchststände

Das Wachstum der freien Stellen in Leipzig. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Für alle LeserLeipzigs Arbeitsagentur freut sich über eine Zahl, die von außen hübsch aussieht: „Mit 6,6 Prozent erreichte die Arbeitslosenquote in Leipzig einen neuen Tiefststand seit Anfang der 1990er Jahre“, jubelte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Steffen Leonhardi, am Freitag, 26. Juni, bei der Vorstellung der monatlichen Arbeitsmarktentwicklung.

Arbeits- und Wirtschaftsstandort Markkleeberg auf Erfolgskurs

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Markkleeberg ist in den vergangenen vier Jahren von 8.545 auf 9.337 (Stand: 30. Juni 2017) kontinuierlich gestiegen. „Das ist ein Ausdruck der guten wirtschaftlichen Entwicklung Markkleebergs“, sagt Oberbürgermeister Karsten Schütze und verweist auch auf etliche Firmenneuansiedelungen und ausgebuchte Gewerbegebiete.

Gerade Logistik, Pflege und Bildung suchen immer mehr Fachkräfte für die unbesetzten Stellen

Entwicklung der offiziell registrierten Arbeitslosigkeit in Leipzig. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Für alle LeserAm Mittwoch, 30. Mai, haben ja die Arbeitsagenturen wieder die Arbeitsmarktzahlen vorgelegt. Und während die sächsische Arbeitsagentur sich über „erstmals eine 5 vor dem Komma“ freut, freut sich die Leipziger über eine 6 davor. Denn beides hängt zusammen. Und das, was im Wachstumsknoten Leipzig passiert, bestimmt immer mehr, wie sich die Beschäftigungslage in Sachsen entwickelt. Blöd nur, dass die zuständigen Minister keine Ahnung von Löhnen und Mieten haben.

Die Zahl unbesetzter Stellen in Leipzig steigt immer weiter an

Entwicklung der Zahl gemeldeter freier Stellen seit 2012. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Für alle LeserFür die Leipziger Arbeitsagentur ist der April schon vorbei. Am Freitag, 27. April, lieferte sie schon die Zahlen zum noch nicht ganz abgelaufenen Monat. Aber man kennt das ja. In Ämtern und Behörden freut man sich schon zu Weihnachten auf die ganzen Brückentage. „Die neuen Arbeitsmarktzahlen zeichnen wieder ein erfreuliches Bild und belegen den alljährlich wiederkehrenden Frühjahrsaufschwung“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Steffen Leonhardi.