Mobile Fachkräftegewinnung in Leipzig gestartet: Bewerbung für Unternehmen aus der Region jetzt möglich

Viele Unternehmen in der Region suchen händeringend nach Arbeitskräften. Dabei stoßen sie immer öfter auf das Problem, dass klassische Stellenanzeigen in Zeitungen und im Internet nicht mehr wirken. Jüngere Menschen sind fast nur noch mobil auf Smartphones erreichbar und wollen auf ungewöhnliche Weise angesprochen werden. Große Konzerne setzen deshalb auf mobile Recruiting-Tools und aufwendige Kampagnen mit Unterstützung teurer Agenturen – ein Weg, der kleineren Unternehmen und Startups bislang versperrt bleibt.

Wirtschaftsminister Martin Dulig: „Wirtschaft braucht gesteuerte Zuwanderung“

Die Nachfrage der sächsischen Wirtschaft nach gut ausgebildeten Fachkräften ist so hoch wie noch nie. Zurzeit sind bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern etwa 40.000 Jobangebote gemeldet, die Mehrzahl davon Vollzeit und unbefristet. Immer häufiger fehlen in ausgewählten Berufen die Fachkräfte und es kommt zu Engpässen oder gar Mangel. Auch Ausbildungsbetrieben fällt es zunehmend schwerer, Nachwuchskräfte zu finden.

Ostdeutsche Schulabgänger haben massive Defizite in Mathematik, Naturwissenschaften, Deutsch, Fremdsprachen und Motorik

Für alle LeserDer mehr als suspekte „Bildungsmonitor“ der INSM zeigt zwar, wie stark das Effizienz-Denken des Neoliberalismus auch schon unser Bildungssystem deformiert hat. Und eigentlich dachten ja die Schöpfer dieser „modularen Bildung“, dass man damit schneller gut ausgebildeten Nachwuchs für die Wirtschaft bekommt. Aber das Gegenteil ist der Fall. Und das stellt ein Verband fest, der wissen muss, worauf es ankommt: der Verband der ostdeutschen Maschinenbauer.

Auch 2018 geht der Beschäftigungsaufbau in Sachsens Wirtschaft weiter

Für alle LeserDer Beschäftigungsaufbau in Sachsen geht weiter. Auch im 1. Quartal 2018. „Im ersten Quartal 2018 gab es rund 2.051.600 Erwerbstätige in Sachsen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich deren Anzahl um 1,2 Prozent bzw. rund 25.000 Personen“, meldet das Statistische Landesamt. Es ist vor allem der Dienstleistungsbereich, der die Entwicklung antreibt.

Die Wirtschaft brummt und Fachkräftemangel ist jetzt das drängendste aller Probleme

Für alle LeserDas nennt man „Von 3 auf 1 binnen eines Jahres“. Denn da ist das Problem der Fachkräftesicherung in Leipzigs Unternehmen in der jüngsten IHK-Konjunkturumfrage gelandet. Vor einem Jahr meldeten nur 38 Prozent der teilnehmenden Unternehmen Probleme bei der Fachkräftesicherung, mittlerweile sind es 50 Prozent. Und der Wirtschaftsmotor Leipzig brummt. Er zieht längst ganz Sachsen mit.

Dem Osten gehen zuerst die Fachkräfte aus

Für FreikäuferWas für ein Problem da im Osten heranreift, das wird erst richtig deutlich, wenn man nicht nur die Statistiken der Arbeitsagentur betrachtet, sondern auch wieder auf Zahlen zurückgreift, die Paul M. Schröder vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) zusammengestellt hat. Denn im Osten geht die Zahl der Arbeitsuchenden dramatisch zurück.

VDMA Ost wünscht sich wieder mehr technisch versierte Frauen als Ingenieure

Es wird zwar eine Menge über Gleichstellung, Gleichberechtigung und Feminismus in deutschen Medien berichtet. Aber das ändert nichts daran, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt nicht nur benachteiligt werden. Sie werden auch mit falschen Rollenbildern abgespeist und in „softe“ Ausbildungswege abgedrängt. Da ist seit 1990 mächtig was schiefgelaufen, stellt jetzt auch der Verband der ostdeutschen Maschinenbauer fest.

Gerade Kleinunternehmen in der Region Leipzig leiden unter dem Fachkräftemangel

Nu ja, man würde ja gern eine ganz große Geschichte draus machen. Etwa mit dem Einleitungssatz: „Mehr als die Hälfte der Kleinunternehmer in Leipzig sieht im Fachkräftemangel das größte unternehmerische Risiko, das sind deutlich mehr als im Vorjahr.“ So leitet die Commerzbank Leipzig ihre Meldung zur eigenen neuen Umfrage unter den bei ihnen aktiven Gewerbetreibenden ein. Dass Fachkräftemangel zum Hauptproblem wird, war zu erwarten.

Die Bundesrepublik braucht mehr als nur eine hohe Zuwanderungsquote für Ausländer

Das Argument, Deutschland brauche Zuwanderung, um seinen Fachkräftebedarf zu decken, ist bislang das einzige, das von Seiten der Wirtschaft unterstützt wird, wenn es um die Aufnahme von Flüchtlingen geht. Die Zahlen dazu selbst stammen aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das der Bundesagentur für Arbeit angegliedert ist. 400.000 Menschen müssten jedes Jahr zuwandern, um das Arbeitskräftepotenzial in Deutschland zu sichern.

Sachsens Erwerbstätigenzahl wuchs im ersten Quartal 2016 wieder deutlich

Der Mindestlohn hat gewirkt. Und wie. Und sogar richtig. Denn genau das steckte ja hinter dem nur scheinbar sonderbaren Effekt des Jahres 2015, als ausgerechnet in Ostdeutschland im Allgemeinen und in Sachsen im Speziellen die Erwerbstätigenzahl deutlich zurückging. Ein Effekt, den es in Sachsen seit dem Frühjahr 2010 nicht mehr gegeben hatte. Nun steigt sie wieder. Auch das war zu erwarten.

Laut IHK-Fachkräftemonitor fehlen bis 2022 satte 129.000 qualifizierte Arbeitskräfte in Sachsen

Wie kommt man da nun raus? Oder ist das Problem des zunehmenden Fachkräftemangels gar keines? Oder ist die Fragestellung falsch? – Wahrscheinlich nicht. Denn mit dem „Fachkräftemonitor“ besitzt die IHK zu Leipzig seit 2014 ein Programm, mit dem sich recht zielgenau berechnen lässt, wo es künftig Fachkräfteengpässe geben wird. Und für 2022 prognostiziert das Programm 129.000 fehlende Fachkräfte in Sachsen.

Am 14. April: IHK-Demografie-Forum Leipzig/Halle

Der gerade aktualisierte IHK-Fachkräftemonitor Sachsen prognostiziert, dass in der Wirtschaftsregion Leipzig bis zum Jahr 2022 rund 8.000 qualifizierte Arbeitskräfte fehlen werden. Damit dürfte das Fachkräfteangebot im Vergleich zu heute um ca. zehn Prozent sinken. Ähnliche Entwicklungen sind auch für die Region Halle zu erwarten. Angesichts dieses Fachkräfteengpasses beschäftigt sich das Demografie-Forum Leipzig/Halle mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die regionale Wirtschaft.

Fachkräftebedarf: Leipziger Unternehmen rekrutieren Mitarbeiter aus Lettland

Heute (26. Februar 2016) startet eine zweitägige Delegationsreise von Leipziger Unternehmen nach Riga (Lettland). Ziel der Reise ist es, gut ausgebildete Fachkräfte aus Lettland für Unternehmen der Wirtschaftsregion Leipzig zu rekrutieren. Organisiert wird die Reise von der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig in Kooperation mit der ZAW Leipzig GmbH und der Deutsch-Lettisch privaten Fachschule.

Industrie bangt ein bisschen, Handel geht es gut und im Gastgewerbe wird die Suche nach Fachkräften zum Problem

Vor Kurzem haben die sächsischen IHK ihre Gesamtkonjunkturbilanz für Sachsen vorgelegt. Das frische Datenmaterial vom Jahresbeginn gibt es natürlich auch extra für Leipzig. Samt der erstaunlichen Nachricht, dass das Gastgewerbe keineswegs Arbeitsplätze abbaut, sondern im Gegenteil: Nirgendwo ist der Arbeitskräftebedarf derzeit größer.

Halbierte Ausbildungsjahrgänge machen Sachsens Ausbildungsbetrieben immer stärker zu schaffen

So deutlich wie lange nicht hat jetzt noch kurz vor Jahresschluss die Sächsische Arbeitsagentur daran erinnert, dass Sachsen ein Problem hat. Und das Problem heißt simpel: Sachsen hat nicht genug Ausbildungsnachwuchs für die Wirtschaft. Seit 2010 haben sich die Ausbildungsjahrgänge halbiert und die sächsischen Unternehmen müssen endlich umdenken bei der Suche nach dem Fachkräftenachwuchs.