Israel intensiv: Shukran und Toda oder „Come back“

Für alle LeserWas bleibt nach einer 14-tägigen Reise ins „Heilige und gelobte Land?“ Zunächst erst einmal ein „Danke“ auf Arabisch und Hebräisch. Danke für die Zeit, die empfangene Herzlichkeit, das Bemühen um das Verstehen und die Geduld beim Verstehen lernen. War’s das? Und das unbeschreiblich leckere Essen natürlich. Da isst man in einem arabischen Restaurant von 20(!) verschiedenen Tellern, für jeden Einzelnen wohlgemerkt – aber auch in der palästinensischen Unterkunft werden zauberhafte Speisen aus Fisch, Fleisch und Gemüse stundenlang (teilweise unter der Erde) gekocht, geschmort, gebraten.

Israel intensiv: Gegen das Vergessen in Yad Vashem

Für alle LeserAn bestimmten Tagen, für bestimmte Momente, ist es einfach wichtig zeitig aufzustehen. Früh-Stück im wahrsten Sinne des Wortes und dann auf zu einem abschließenden Muss für den europäischen, insbesondere deutschen Besucher. Die wichtigsten „Hotspots“ in Ostjerusalem sind besucht worden: Das Laufen auf der alten historischen Mauer (der sogenannte „Wall-Walk“), die Klagemauer als westlicher Teil des Heriodianischen Tempels, Felsendom. An dessen Außenmauern sieht man beim genauen Hinschauen die Wunden des Junikriegs von 1967.

Israel intensiv: „Da ist der Mensch!“

Für alle Leser„Liebe Fanatiker“ – das Buch des israelischen Schriftstellers und Friedensaktivisten Amos Oz (Link zur Buchbesprechung unter diesem Beitrag) – gab mir den freiwilligen Anstoß, mich im Vorfeld der Israel-Reise mit den politischen Dogmen der Gegenwart, den praktischen und schrecklichen Auswüchsen der Ideologien, der „-ismen“ unserer Zeit zu beschäftigen. Der Nahe Osten ist dafür geradezu ein Prototyp an Ideologie- und deren Erklärungsvielfalt.

Liebe Fanatiker – Drei Plädoyers von Amos Oz

Für alle LeserDie Überschrift ist mitnichten als Imperativ zu verstehen. Der israelische Schriftsteller Amos Oz, ehemals Unteroffizier der israelischen Armee und dann seit längerem schon Friedensaktivist, meint es ernst mit der Ansprache an das Gewissen. Essayistisch und immer auch ironisch versucht Oz in seinen Gedanken und Überlegungen einen Weg zum Frieden in der Welt zu finden. Seine Welt ist Israel, das frühere Palästina, wo er 1939 geboren wurde.

Israel intensiv: An der Judäischen Volksfront

Für alle Leser„In principio erat verbum.“ – „Im Anfang war das Wort.“ Bibelkenntnisse, wenn auch lückenhafte, sind durchaus hilfreich, wenn man sich im „Gelobten Land“ auf die historischen Spuren des „Meisters“, eines jüdischen Rabbis, Joshua aus Nazareth, begeben will. Nach einem Autotripp durch halb Israel geht es nun an den Ort einer humanistischen Verkündung.

Israel intensiv: Im Herzen von Jenin bei Ismail Khatib

Für alle LeserIm Jenin des Westjordanlandes empfängt uns am Sonntag ein Verkehrsgewirr arabischer Dimension. Wenn man an leere Straßen und die wohltuende Ruhe einer europäischen Stadt an diesem „Relaxing-Day“ für das säkulare „Abendland“ gewohnt ist – hier ist es anders an diesem 7. Oktober. Sheren lenkt uns unbeeindruckt und zielsicher zum ersten großen Anlaufpunkt dieser Stadt, die unter palästinensischer Autonomie steht. Es ist das „Café Delicato“, in dem ich einen lange gewünschten Termin habe. Ich treffe Ismail Khatib.

Israel intensiv: Mit Sheren nach Jenin

Für alle LeserWarum braucht man für eine Strecke von 41 km fast drei Stunden? Man steht im Stau, denkt man gemeinhin. Oder man fährt in ein Gebiet im östlichen Israel, ca. 5.800 km² groß, mit geschätzt 2, 4 Millionen Einwohnern, weiten Olivenhainen unter brütender Mittagssonne. In das Westjordanland. Es wird auch im Zuge der englischen Verwaltungssprache Westbank genannt, das unter dem Völkerbundsmandat ab 1923 das Gebiet zu Transjordanien wurde und offiziell den Briten gehörte.

Israel intensiv: Ankunft im Morgenland

Für alle Leser„Du machst den Nahost-Konflikt im Unterricht? Der steht doch gar nicht auf dem Lehrplan.“ Das ist in der staatlichen sächsischen Schule fast ein Totschlag-Argument. Ein „Das-steht-nicht-auf-dem-Lehrplan-Urteil“ zieht im Lehrerzimmer zumeist eine mehrjährige Bewährungszeit mit anschließender genauer Beobachtungsverwahrung nach sich. Ödipale Komplexe staatlich Angestellter und Besoldeter plus Pflichtvergessenheit aktueller Ereignisse in der Krisenregion schlechthin – fielen mir damals als zornig-trotzige Gegengedanken ein. Aber die Rüge meiner unmittelbar vorgesetzten Kollegin bewirkte einen Adrenalin-Ausstoß an forschend-interessierter Natur.

Video: „Marsch des Lebens“ in Leipzig erinnert an die Shoah

Für alle LeserRund 150 Menschen haben sich gestern am 11. April am “Marsch des Lebens” zum Jom HaShoa („Tag der Shoah“) in Leipzig beteiligt. Bei strömendem Regen und Hagel liefen sie vom Richard-Wagner-Platz bis zum Marktplatz. Dort wurde bei einer öffentlichen Kundgebung den Opfern des Holocaust gedacht und vor der Aktualität der Gefahr durch Antisemitismus gewarnt. Der Marsch verlief weitestgehend frei von Störungen. Zweimal hatten sich drei junge Männer dem Zug genähert, die Parolen “Freiheit für Israel” und “Scheiß Israel” skandiert und sich dabei selbst gefilmt. Da sie sich jedoch schnell wieder entfernten, blieben die Aktionen ohne Folgen für den Ablauf der Demonstration.

Flaggenstreit teilt Solidarität

Für alle LeserAm Samstagnachmittag demonstrierten erneuert circa 120 Menschen am Wilhelm-Leuschner-Platz ihre Solidarität mit den aktuellen Protesten gegen das iranische Regime. Aufgrund eines Streits über mitgebrachte Flaggen kam es jedoch zur Spaltung der Kundgebung. Nachdem am Neujahrstag bereits eine Kundgebung zur Solidarität mit den Protesten im Iran stattgefunden hatte, kam es am Samstagnachmittag zu einer weiteren Kundgebung am Wilhelm-Leuschner-Platz. An dieser nahmen circa 120 Menschen teil.

Leipziger Theologin macht erstaunlichen Ausgrabungsfund in der alten Philister-Stadt Aschdod

Für FreikäuferHat das, was ein Archäologen-Team unter Beteiligung von Dr. Angelika Berlejung von der Universität Leipzig jetzt bei Ausgrabungen nahe der israelischen Küstenstadt Aschdod gefunden hat, vielleicht etwas mit Funden aus dem alten Heliopolis zu tun, über die Dr. Dietrich Raue, Kustos des Ägyptischen Museums – Georg Steindorff, berichtet? Möglich ist es. Aber selbst eine Erinnerung an Goliath wird wach.

Diskussion im Ariowitsch-Haus: Zum Israel-Bild in den DDR-Medien

Er ist aus den Medien verschwunden. Der Nahost-Konflikt. Der Bundesaußenminister traf sich zuletzt mit regierungskritischen Organisationen in Israel, wird als Gast von Premierminister Netanjahu wieder ausgeladen. Sein Amtsvorgänger und frisch gewählter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – gerade in Israel – betonte das freie Recht zur Wahl von Gesprächspartnern … So viel zum „sensibelsten Konflikt“ in Geschichte und Gegenwart? Konflikt verschwunden? Weit gefehlt.

Auszeichnung für Leipziger Engagement im Jubiläumsjahr – „50 Jahre Diplomatische Beziehungen Israel – Deutschland“

Für herausragende Verdienste und Projekte verleiht heute (31. Mai) der Botschafter des Staates Israel, Yakov Hadas-Handelsmann, im Rahmen eines Empfangs in seiner Berliner Residenz zum feierlichen Abschluss des Jubiläumsjahres „50 Jahre Diplomatische Beziehungen Israel –Deutschland“ an rund 50 Organisationen und Partner Medaillen. Dr. Gabriele Goldfuß, Leiterin des Referates Internationale Zusammenarbeit, wird für die Stadt Leipzig die Auszeichnung entgegennehmen.

Fotoausstellung des israelischen Fotografen Moshe Gross im Saal des Ariowitsch-Haus

Vom 12. Mai bis 3. Juli stellt das Ariowitsch-Haus Fotos aus den Gründerjahren Israels aus. Moshe Gross ist ehemaliger Leipziger. Er wurde 1925 in Leipzig geboren, wanderte 1933 mit seinen Eltern über Paris nach Palästina aus. In Israel studierte er Werkzeugschlosserei/Elektrizität und Elektronik/Optik. Nach dem Studium bildete er sich vor allem als Fotograf weiter und gründete sein eigenes Fotostudio. Seit 1948 begleitete er mit seiner Kamera den Aufbau Israels. Ein besonderes Interesse galt dabei vor allem der modernen Architektur, die in Israel in den 50er Jahren aus dem Boden schoss und die er in großartigen Fotos festhielt.

Leipziger Delegation besucht Gedenkstätte Yad Vashem

Mit dem Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem geht am heutigen Mittwoch der Besuch der Leipziger Delegation, des Thomanerchores und des Gewandhausorchesters in Israel zu Ende. Mit einer Andacht erinnerten der Pfarrer der Thomaskirche, Martin Hundertmark, und Oberbürgermeister Jung an die Vernichtung der europäischen Juden während der NS-Zeit. Sänger des Thomanerchores umrahmten die Zeremonie mit „Richte mich Gott“ (Felix Mendelssohn Bartholdy) und „Ich hebe meine Augen auf“ (Johann Hermann Schein).

Thomanerchor – Erfolgreicher Auftakt in Tel Aviv

Mit dem heutigen (04.12.2015) ausverkauften Konzert in der „New Israeli Opera“ in Tel Aviv startete der Thomanerchor – Leipzigs internationaler Kulturbotschafter – gemeinsam mit dem Gewandhausorchester in die mit Spannung erwartete Israel-Tour und somit in das erste von vier Konzerten. Mit Bravo-Rufen und Standing-Ovations ist der Chor vom israelischen Publikum in Tel Aviv bejubelt worden.

Thomanerchor und Gewandhausorchester führen Weihnachts-Oratorium in Israel auf

Vom 3. bis 9. Dezember reisen 60 Thomaner, das Gewandhausorchester Leipzig sowie Akiko Ito (Sopran), Anke Vondung (Alt), Johannes Chum (Tenor) und Thomas E. Bauer (Bass) unter der Leitung von Gotthold Schwarz für vier Konzerte nach Tel Aviv, Jerusalem und Herzliya. Im Rahmen des Abschlusses des Jubiläumsjahres „50 Jahre Diplomatische Beziehungen Deutschland – Israel“ führen der Leipziger Thomanerchor und das Gewandhausorchester das Weihnachts-Oratorium von Johann Sebastian Bach in Israel auf. Begleitet werden die Musiker von einer städtischen Delegation unter Leitung von Oberbürgermeister Burkhard Jung.